2. Bundesliga

SG 09 Kirchhof muss jetzt liefern und steht gegen HSG Freiburg unter Druck

Im Tiefflug: Kreisläuferin Jana Schaffrick, seit Wochen durch eine Kapselverletzung in der Wurfhand gehandicapt, wird auch gegen Freiburg auf die Zähne beißen, um mit der SG die Wende zu schaffen.
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Im Tiefflug: Kreisläuferin Jana Schaffrick, seit Wochen durch eine Kapselverletzung in der Wurfhand gehandicapt, wird auch gegen Freiburg auf die Zähne beißen, um mit der SG die Wende zu schaffen.

Die Frage lautet: Was macht eine Mannschaft, mit der auswärts kein Staat zu machen ist? Die Antwort: Sie konzentriert sich auf die Heimspiele. Die Krux: Da muss sie dann auch liefern und steht entsprechend unter Druck. Wie die SG 09 Kirchhof.

Kirchhof - „Unsere letzten drei Heimspiele müssen wir alle gewinnen, sonst wird es im Abstiegskampf noch enger für uns“, weiß Jana Schaffrick, Kreisläuferin des heimischen Zweitligisten. Der Anfang soll (muss) nach mittlerweile sieben Spielen ohne Sieg gegen die HSG Freiburg (Sa. 18 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen, live auf Sportdeutschland.tv) gemacht werden. Aus tabellarischer Sicht scheint‘s machbar, hat doch das Schlusslicht nach 22 Spielen ganze fünf Punkte auf dem Konto. Kann aber, wie Raynald Thommen betont, „frei aufspielen“ und wird deshalb alles geben: „Unsere Mädels lassen sich nicht hängen.“

Ohne Klara Schlegel

Die sportliche Misere führt der HSG-Vorsitzende auf das Freiburger Verletzungspech zurück. Mit Maja Zeides, Nadine Czok und Torfrau Lena Wiggenhauser, die alle drei auch gegen Kirchhof passen müssen, sowie die vor einigen Spielen ins Team zurückgekehrte Rebecca Dürr seien Leistungsträgerinnen ausgefallen, „für die wir keinen Ersatz hatten.“ Zudem fehle ein „Shooter“ für die einfachen Tore („So müssen wir uns jeden Treffer kräftezehrend erarbeiten“). Und der „siebte Mann“ auf der Tribüne, ein entscheidender Faktor für den souveränen Aufstieg 2019.

Trotzdem. Aufgeben gilt nicht, was die SG 09 auch im Hinspiel zu spüren bekam, in der Universitätsstadt aber immerhin mit 23:22 ihren letzten Auswärtssieg feierte und dabei im Laufe des Spiels einen Fünf-Tore-Rückstand wettmachte. Für Rückraumspielerin Diana Sabljak durchaus ein gutes Omen. „Da haben wir zum letzten Mal auswärts funktioniert und besonders unsere kämpferischen Tugenden auf die Platte gebracht. Daran müssen wir anknüpfen“, sagt die Kapitänin. Darüber hinaus war‘s ein gelungener Einstand für Trainer Martin Denk als Nachfolger für Gernot Weiss.

Der muss im Rückspiel allerdings auf Klara Schlegel (WM-Qualifikation mit Österreich) verzichten, der 83 Sekunden vor Schluss das Siegtor in Freiburg gelungen war. Weiterhin fehlen die verletzten Nela Zuzic, Katharina Hufschmidt und Hannah Kamp. Also gibt‘s für den 35-Jährigen „keine andere Option als den Kampf“. Und verspricht nach einer schonungslosen Analyse der letzten 22:31-Schlappe in Waiblingen: „Wir werden Gas geben.“ Was anderes bleibt seiner abstiegsbedrohten und in der Fremde allzu wankelmütigen Mannschaft allerdings auch nicht übrig.

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