2. Handball-Bundesliga

Kirchhof rechnet sich in Waiblingen etwas aus

Waiblingens Gefahrenherd: Sinah Hagen (Nummer 10), die sich hier gegen die Kirchhoferinnen Debora Spatz (l.) und Diana Sabljak durchsetzt und auch Torfrau Frederikke Siggaard keine Chance lässt.
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Waiblingens Gefahrenherd: Sinah Hagen (Nummer 10), die sich hier gegen die Kirchhoferinnen Debora Spatz (l.) und Diana Sabljak durchsetzt und auch Torfrau Frederikke Siggaard keine Chance lässt.

Es mutet wie ein Rückspiel an, schließlich sind die SG 09 Kirchhof und der VfL Waiblingen erst am letzten Wochenende in Melsungen aufeinander getroffen. Ist es aber nicht, wenn es nur eine Woche später ein Wiedersehen der beiden Handball-Zweitligisten (Sa. 18 Uhr, Waiblingen) gibt. Das Duell des 22. Spieltages, nachdem beim 22:22 das Spiel vom neunten Spieltag nachgeholt wurde.

Kirchhof - Eine besondere Konstellation, die die Trainer vor eine vermeintlich leichtere Aufgabe stellt. Denn: Die Analyse des Remis ist gleichbedeutend mit der Spielvorbereitung, weil der Gegner derselbe ist. Genau daraus schöpft Mariel Beugels Mut. „Wir haben den Gegner 46 Minuten dominiert. Darauf müssen wir aufbauen und es dann in der Schlussphase besser machen“, lautet der Fahrplan der SG-Spielmacherin ersehnten Befreiungsschlag im Abstiegskampf.

Einen „kühlen Kopf“ für dieses anspruchsvolle Unterfangen empfiehlt Frederikke Siggaard, die im Duell mit Waiblingens überragender Torfrau Branka Zec eine richtig gute Figur machte. Trainer Denk lobte denn auch „die gute Zusammenarbeit“ der reaktionsschnellen Dänin mit ihren Vorderleuten, denen es nun noch die „Angst vor dem Gewinnen“ (Denk) auszutreiben gilt.

Hoffnungsträgerin Klara Schlegel

Dazu müsste sein Angriff über 60 Minuten sein konsequentes Tempospiel aufziehen. Und dazu müsste die österreichische Nationalspielerin Klara Schlegel, eigentlich aus der zweiten Reihe eine Bank, über die Rolle des Jokers hinauskommen. Denn ohne Linkshänderin im Rückraum ist dieser insbesondere bei einer engen Deckung für Diana Sabljak zu leicht auszurechnen. „Diesmal sind wir besser darauf vorbereitet“, erklärt Martin Denk.

Mit Offensivproblemen musste sich der VfL-Trainer weit über eine Halbzeit durchschlagen. „Uns fehlte der Mut und die Konsequenz aus dem Rückraum“, kritisierte Thomas Zeitz seine Schützlinge. Mit einer klaren Forderung fürs „Rückspiel“: „Wir müssen das handballerisch besser lösen und entsprechend souveräner auftreten.“ Als Beispiel könnte Sinah Chiara Hedwig Hagen dienen. Die quirlige Spielmacherin explodierte in der Schlussphase, ging voran, war die Garantin eines glücklichen Punktgewinnes ihrer Mannschaft.

Siggaards Schlussfolgerung liegt daher auf der Hand: „Die müssen wir in den Griff bekommen.“ Dann könnt‘s, wenn auch die weiteren Lehren aus dem „Hinspiel“ befolgt werden, zum dritten Auswärtssieg der Saison reichen. Und die Angst vor dem Gewinnen wäre gebannt.

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