2. Handball-Bundesliga

Kirchhof selbstbewusst zum erstarkten Tabellenvorletzten

Zwei gegen eine: Mit vereinten Kräften setzten sich in dieser Szene die Kirchhoferinnen Katharina Hufschmidt (l.) und Jana Schaffrick (am Ball) gegen die gegnerische Abwehr durch. Beide zählen auch beim Gastspiel in Rödertal zu den Hoffnungsträgerinnen der SG.
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Zwei gegen eine: Mit vereinten Kräften setzten sich in dieser Szene die Kirchhoferinnen Katharina Hufschmidt (l.) und Jana Schaffrick (am Ball) gegen die gegnerische Abwehr durch. Beide zählen auch beim Gastspiel in Rödertal zu den Hoffnungsträgerinnen der SG.

Wohl dem Verein, bei dem eine Familie mit vielen qualifizierten Trainern das Sagen hat. Wie bei der SG 09 Kirchhof. 2017 führte Christian Denk die Mannschaft in die 2. Handball-Bundesliga, während der laufenden Saison sprang Bruder Martin für den zurück getretenen Gernot Weiss in die Bresch. Und als der vor dem letzten Spiel erkrankte, übernahm Onkel Udo Horn das Zepter.

Kirchhof - Erfolgreich, denn beim 33:21 gegen Werder Bremen meldete sich das Team nach zuvor drei Niederlagen eindrucksvoll zurück. „Da hat alles gepasst“, staunte selbst der „Neue“ nicht schlecht, auch wenn der B-Lizenz-Inhaber mit seiner akribischen Vorbereitung daran einen nicht unerheblichen Anteil hatte. Für seine Schützlinge war‘s nach zwischenzeitlicher Flaute wie eine „Befreiung“ in Form des bisher höchsten Saisonsieges, der laut Kapitänin Diana Sabljak aber „keinesfalls die Ausnahme sein soll“.

Nachlegen und sich damit ein wenig ins sichere Mittelfeld absetzen können die Kirchhoferinnen am Samstag beim HC Rödertal (Anwurf 18.30 Uhr). „Den Schwung mitnehmen“ will Trainer Horn. Ebenso die neue Sicherheit in der Abwehr mit einem bärenstarken Mittelblock (Sabljak/Kavaliauskaite) und zwei quirligen Halben (Katharina Hufschmidt und Jana Schaffrick) vor der seit Wochen zuverlässigen Torfrau Nela Zuzic. Darüber hinaus die Effektivität (70 Prozent in der ersten und 66 Prozent in der zweiten Hälfte) im Angriff. Kehrseite der offenbarten Stärken: „Rödertal ist nun gewarnt“ (Horn).

In der Tat. „Vor dem Bremen-Spiel hätte ich uns als Favorit gesehen, nun schätze ich unsere Chancen auf 50 zu 50“, zeigte sich Andreas Zschiedrich durchaus beeindruckt. In dem Wissen des HC-Präsidenten, dass der Tabellenvorletzte arg unter Druck steht: „Uns hilft nur ein Sieg.“

Rödertal will ersten Heimsieg

Es wäre erst der zweite der laufenden Spielzeit, der beim 24:24 gegen Herrenberg trotz einer 20:16-Führung knapp verpasst wurde. Trotzdem war eine Formsteigerung des Teams von Karsten Schneider unübersehbar, so dass der folgende Spielausfall (gegen Nürtigen wegen eines Covid-Falles beim Gegner) dem ehemaligen Erstligisten höchst ungelegen kam.

Zumal Spielmacherin Pavlina Novotna und Rechtsaußen Ana Frankova nach Verletzungen wieder an Bord waren. Beide sollen nun gegen Kirchhof ihr Comeback feiern. Am Kreis wird statt der großgewachsenen Jasmin Eckart der rumänische Weihnachtsneuzugang Ana Catalina Ciolan beginnen.

Klare Signale, dass sich die Sachsen, im Hinspiel mit 28:32 unterlegen, noch keineswegs abgeschrieben haben. „Mindestens den drittletzten Platz“ peilt der HC-Chef an, um seine 12-jährige Amtszeit als Präsident nach der laufenden Saison standesgemäß beenden zu können. Dazu sehnt der 73-Jährige den ersten Heimsieg herbei. Allerdings gegen eine Mannschaft, die mit neuem (Aushilfs-) Trainer viel Selbstvertrauen getankt hat.

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