2. Handball-Bundesliga

Kirchhof strebt Wiedergutmachung für Solingen-Pleite an

Erstmals gegen ihren Ex-Verein: Rechtsaußen Andra Lucas (vorn), die am Samstag mit Lintfort bei der SG 09 Kirchhof gastiert.
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Erstmals gegen ihren Ex-Verein: Rechtsaußen Andra Lucas (vorn), die am Samstag mit Lintfort bei der SG 09 Kirchhof gastiert.

Klare Niederlagen, auch Klatschen genannt, haben den Vorteil, dass sie dem Verlierer keinen Raum geben, diese schön zu reden. Das 25:38 der SG 09 Kirchhof am letzten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga in Solingen war so eine. Entsprechend fiel die Reaktion von Diana Sabljak aus. „Wir haben versagt“, gestand die SG-Kapitänin total frustriert. Und kündigte für die kommende Heimpartie gegen den TuS Lintfort (Sa. 18 Uhr Stadtsporthalle Melsungen) „Wiedergutmachung“ an.

Kirchhof - Vor diesem Unterfangen wünscht sich der Trainer indes eine Ursachenanalyse. „Mir ist es rätselhaft, warum die Mannschaft jegliche kämpferische Einstellung hat vermissen lassen,“ fragt Gernot Weiss. Das hat er allerdings mit seinen Schützlingen gemein, die sich nach der Spiel bestürzt und verschämt anschauten, ohne sich ihr Versagen, auch Tage danach, erklären zu können. „Wir waren gleich am Anfang des Spiels in einem schwarzen Loch und sind da nicht wieder raus gekommen“, sagt Diana Sabljak.

Also gilt es diesem Mysterium zum Trotz den Schalter umzulegen. Für den SG-Coach heißt das, „entschlossen in die Zweikämpfe zu gehen und dann auch zu gewinnen.“ Also über den Kampf die Unsicherheit aus den Köpfen schütteln und ins Spiel finden.

Gegen einen ebenfalls zuletzt arg gerupften Gegner, der mit zwei Niederlagen einen Fehlstart hinlegt hat. Damit konnte das Team die guten Eindrücke der Vorbereitung (u.a. ein 29:27 gegen den niederländischen Meister Amsterdam und ein 27:27 gegen den Vize-Meister Venlo) nicht bestätigen.

SG-Abwehr muss sich erheblich steigern

Bettina Grenz-Klein macht dafür einen „Realitätsschock“ gerade bei den Spielerinnen verantwortlich, für die die 2. Liga und die dort übliche Härte noch Neuland sind. Gerade auf der Mitte fehlt der dynamischen Prudence Kinland die Erfahrung der beiden Däninnen Mile Norup Isaksen und Loes Vandewal, die aufgrund der Corona-Krise in ihren Heimatländern geblieben sind.

Nichtsdestotrotz strahlen auf den Halbpositionen Naina Klein (links) und Lisa Kunert (rechts) viel Torgefahr aus, zudem hat sich Leonie Lambertz zum Rücktritt vom Rücktritt entschlossen. Auf Rechtsaußen ist die ehemalige Kirchhoferin Andra Lucas gesetzt, mit der die TuS-Trainer „sehr zufrieden ist“. Verzichten muss sie allerdings auf die niederländische Nationaltorhüterin Yara ten Holte (Zweitspielrecht), weil die beim Meister BVB Dortmund unabkömmlich ist.

An der Ausgangsposition für die SG ändert das nichts. Sie wird sich, besonders in der Abwehr, erheblich steigern müssen. Um auf den Erfolgsweg zurück zu finden. Und damit die Schlappe in Solingen als Ausrutscher durchgeht.

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