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Kirchhofer Einbruch im letzten Spiel

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Von: Ralf Ohm

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Zum Abschluss zwei Tore: Ida Evjen (l.), hier angegriffen von Michelle Dürrwald (FHC), kehrt nach dieser Saison nach Norwegen zurück.
Zum Abschluss zwei Tore: Ida Evjen (l.), hier angegriffen von Michelle Dürrwald (FHC), kehrt nach dieser Saison nach Norwegen zurück. © Richard Kasiewicz

Der Tank war leer, die Reserven aufgebraucht. Als mit Katharina Koltschenko eine weitere Leistungsträgerin ausfiel, kam‘s wie es kommen musste: Das letzte Aufgebot der SG 09 Kirchhof ging zum Abschluss der Aufstiegsrunde zur 2. Handball-Bundesliga unter. „Wir wollten noch mal alles geben, aber mehr ging nicht“, gestand Rückraumspielerin Ida Evjen, die im Anschluss an die Partie gegen den Frankfurter HC genauso wie Angela Cappellaro, Sophia Verena Gram Ritter, Vanessa Plümer und Frida Nygaard Ulrichsen verabschiedet wurde, nach der 20:33 (8:16)-Niederlage.

Melsungen - Die weder die 250 Zuschauer noch Kirchhofs Trainer der Mannschaft, die sich ansonsten in der Aufstiegsrunde tapfer geschlagen hatte, übel nahmen. „Um erfolgreich zu sein, müssen wir am Limit spielen. Und die dazu notwendige Spannung konnten wir nicht aufbauen“, erklärte Christian Denk die ungleichen Kräfteverhältnisse.

Die zu Beginn besonders ungleich waren. Neun Minuten brauchten die Gastgeberinnen für das erste Tor (zum 1:6), 17 für das zweite (zum 2:9). Da hatte der SG-Coach bereits zwei Auszeiten genommen, versucht, seinen Angriff auf Kurs zu bringen. Vergeblich. Es fehlte gegen die defensive Frankfurter 6:0-Deckung der Druck in die Tiefe, der Mut zum schnellen Umschalten, die Ideen im Spielaufbau. Und das „Auge“ gegen HC-Torfrau Mandy Schneider, die warm geworfen wurde.

Selbst bei zweimaliger Überzahl hielt die Ladehemmung an und der Gast zog auf 14:7 (23.) davon. Bei ihrer Wiedereinwechslung (26.) glänzte Aleksandra mit vier Paraden in Folge, ohne dass ihre Vorderleute davon profitieren konnte.

Nach dem Wechsel ließ Christian Denk phasenweise zwei Gästespielerinnen rausnehmen, doch für eine solch‘ offensive Ausrichtung fehlte seiner Abwehr die nötige Kompaktheit. Statt der erhofften Aufholjagd hatte das einen offenen Schlagabtausch zur Folge, was den Ostdeutschen natürlich entgegen kam. Genauso wie der völlige Kirchhofer Einbruch zehn Minuten vor Schluss. Er passte ins Bild einer Mannschaft, die am Ende ihrer Kräfte war.

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