Handball

Kirchhofs Trainer feilt an 6:0-Deckung vor Pokal-Hit gegen Bad Wildungen

Derzeit gut drauf: Kirchhofs Rückraumspielerin Deborah Spatz. Auch gegen den Favoriten Bad Wildungen?
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Derzeit gut drauf: Kirchhofs Rückraumspielerin Deborah Spatz. Auch gegen den Favoriten Bad Wildungen?

Dragos Negovan spricht von einem „leichten“ Spiel. Was auf den ersten Blick kaum nachvollziehbar ist, schließlich bekommt es seine Mannschaft, Drittligist SG 09 Kirchhof, in der zweiten Runde des DHB-Pokal mit Erstligist HSG Bad Wildungen (Sa. 18 Uhr) zu tun - eine schwere, kaum lösbare Aufgabe.

Kirchhof - Worauf sich der SG-Trainer indes bezieht, ist die psychologische Ausgangsposition: „Wir haben nichts zu verlieren und können befreit aufspielen.“ Der Druck - und damit die Furcht vor einer wenn auch höchst unwahrscheinlichen Blamage - liegt in der Tat bei den Gästen. Die wollen nach vier Niederlagen in der Meisterschaft endlich ihren ersten Saisonerfolg feiern. „Ein Sieg würde uns sehr gut tun“, gesteht Trainerin Tessa Bremmer, die weiterhin auf die Neuzugänge Julie Hafner und Leonie Patorra verzichten muss: „Wir wollen bei beiden kein Risiko eingehen.“

SG-Trainer Negovan kann bei seinen Feldspielerinnen personell aus dem Vollen schöpfen. Während die Außen Martina Pandza und Alma Jaén Loro sowie Kreisläuferin Angela Cappellaro gesetzt sind, streiten im Rückraum fünf Spielerinnen um die drei Positionen. Der Konkurrenzkampf scheint insbesondere Deborah Spatz gut zu tun, übernahm die Aufbauspielerin doch in den letzten Partien immer mehr Verantwortung. Ihr Coach freut sich weiterhin über ihren Zug zum Tor, den die 21-Jährige insbesondere in der ersten Hauptrunde unter Beweis stellte und beim 25:22 gegen Zweitligist Wuppertal mit 9/2 - Treffern zur Matchwinnerin avancierte.

Hoffnungsträgerin Deborah Spatz

Die größeren Probleme plagen den SG-Trainer derzeit in der Abwehr. „Wir haben ein wenig unsere Kompaktheit aus der Vorbereitung verloren und lassen uns zu oft vereinzeln“, kritisiert er seine 6:0-Deckung. Weiterhin ist auch das Zusammenspiel zwischen Mittelblock und Torfrau Sophia Ritter verbesserungswürdig. Die 20-Jährige beginnt oft stark, um dann stark abzubauen. Die als Nummer eins im SG-Kasten vorgesehene Aleksandra Orowicz ist noch verletzt.

Defensive Defizite, an denen Dragos Negovan intensiv im Training gearbeitet hat. Verlangt „mehr Aggressivität“ von seinen Schützlingen, um es Bad Wildungens Rückraum mit Jana Scheib (rechts), Munia Smits (links) und Maxime Struijs (Mitte) nicht allzu „leicht“ zu machen. Denn das war mit dem „leichten Spiel“ bestimmt nicht gemeint.

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