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Kirchhofs Trainer Negovan verlangt „deutliche Reaktion“

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Von: Marcel Glaser

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Andra Lucas
Andra Lucas © Richard Kasiewicz

Nach einer überflüssigen Niederlage nehmen Trainer ihre Mannschaft zumeist in die Pflicht. So auch Dragos Negovan, Coach der Drittliga-Handballerinnen der SG 09 Kirchhof, der nach der ärgerlichen Pleite beim Tabellenvorletzten Ibbenbüren „eine deutliche Reaktion“ sehen will. Schon am heutigen Donnerstag beim PSV Recklinghausen (19.30 Uhr).

Kirchhof - Allerdings erwartet die Nordhessen in Westdeutschland eine hohe Hürde. „Das ist eine sehr starke Mannschaft mit einer guten Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen“, sagt Negovan. Also muss die 6:0-Deckung der SG ähnlich engagiert zupacken wie zuletzt. Steigerungsbedarf besteht in der Offensive, wo Kirchhof zuletzt zu viele klare Chancen ungenutzt ließ und sich im Aufbauspiel zahlreiche technische Fehler leistete.

Die Gastgeberinnen stecken mitten im Kampf um den Klassenerhalt und hatten über die Saison mit großen Verletzungssorgen zu kämpfen. Gegen Kirchhof ist der Einsatz der Ex-Nationalspielerin Stella Krüger (früher Kramer) fraglich, Toptorjägerin und Kapitänin Lara Janz (111 Tore in 16 Spielen) verdrehte sich im Spiel gegen Hannover-Badenstedt das Knie. Definitiv ausfallen wird Leonie Schmidhuber (Daumenverletzung). Die Linksaußen zählt zu den besten Flügelspielern der Liga (70 Saisontore) und wird nächste Saison für den Zweitligisten TuS Lintfort auflaufen.

Von dort erhielt der Tabellensiebte in der Winterpause Verstärkung: Von der Ex-Kirchhoferin Andra Lucas, die mit einem Zweitspielrecht ausgestattet ist. Passen muss der weitere Neuzugang Anabel Heitefuß. Die Junioren-Nationalspielerin, die von Hannover-Badenstedt kam, zog sich nach nur drei Trainingseinheiten einen Kreuzbandriss zu.

Auch auf der Bank gibt‘s eine Veränderung: Viktor Dziabel hat zusammen mit der früheren Bundesliga-Spielerin Petronella Kovacikova in der Winterpause das Traineramt von Daniel Schnellhardt übernommen. „Kirchhof ist der klare Favorit“, sagt der PSV-Coach. Aber auch: „Wir wollen den Fokus auf das eigene Tempospiel legen und das Spiel so lange wie möglich offenhalten“. Eine Ankündigung, die sich durchaus als Warnung für die um Wiedergutmachung bemühten Gäste auffassen kann.

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