2. Handball-Bundesliga

Klara Schlegel feiert fulminantes Debüt und führt Kirchhof zu 33:30-Sieg in Bremen

Klara Schlegel, Rückraumspielerin der SG 09 Kirchhof
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Klara Schlegel

Toller Auftakt für die heimische SG Kirchhof in der 2. Handball-Bundesliga: Bei Werder Bremen siegte das Team von Trainer Gernot Weiss dank einer überragenden Klara Schlegel mit 33:30.

Bremen - Die Befürchtungen des Trainers bestätigten sich nicht. Die Skepsis von Trainer Gernot Weiss etwa, ob seine junge, neuformierte Mannschaft gleich zum (schweren) Saisonauftakt bei Werder Bremen die vor allem in der Abwehr nötige Wettkampfhärte auf die Platte bringen würde. Der heimische Handball-Zweitligist schaffte es, bestach zudem durch einen exzellenten Angriff und feierte einen 33:30 (15:15)-Erfolg.

„Eine starke Mannschaftsleistung“, sprach Kirchhofs Coach seinen Schützlingen ein Kollektiv-Lob aus. Eine Spielerin ragte aber doch heraus: Neuzugang Schlegel, die mit 13 Treffern am Auftaktsieg beteiligt war. „Ich hab‘ mir vorgenommen, mit viel Tempo drauf zu gehen und bin auch hervorragend angespielt worden“, beschrieb die 19-jährige Linkshänderin überglücklich ihr Erfolgsrezept.

Die Thüringer Leihgabe drehte erstmals so richtig nach zehn Minuten auf. Da führten die Gastgeberinnen noch mit 6:4, ehe Kirchhof einen fulminanten 6:0-Lauf hinlegte. Die Zweikämpfe wurden entschlossener angenommen und gewonnen, auch weil nun der Mittelblock Sabljak/Kaviliauskaite zusammen mit den „Halben“ Schlegel und Schaffrick im Zentrum der 6:0-Deckung Beton anrührte. Und von außen war die starke Nela Zuzic kaum zu bezwingen.

Ballgewinne, die neben Klara Schlegel auch Diana Sabljak (vom Punkt) und Jana Schaffrick (vom Kreis) veredelten. Allerdings: Dieses Niveau konnten die Gäste in der Defensive nicht ganz halten. Davon profitierte insbesondere Jugendnationalspielerin Nina Engel, die mit ihren Toren aus der zweiten Reihe die Norddeutschen bis zur Pause wieder heranbrachte.

Und „verdiente“ sich so nach dem Wechsel eine Sonderbehandlung durch die eingewechselte Katharina Hufschmidt, die zudem Regisseurin Mariel Beugels effektvoll entlastete. Mit dieser Deckungsumstellung (von 6:0 auf 5:1) war‘s um die Nijdam-Schützlinge geschehen, zumal im linken Rückraum weder Naomi Conze noch Rückkehrerin Merle Heidergott Land sahen. So zog Kirchhof über 16:19 auf 18:25 (43.) davon.

Die Vorentscheidung? Nicht ganz. Denn die laufstarken Bremerinnen rafften sich noch mal auf, kamen in der 53. Minute sogar auf 25:28 heran. Dann kehrte mit Beugels wieder mehr Ruhe ins Aufbauspiel der SG zurück, dann schlug die Stunde von Greta Kavaliauskaite - bis dahin „nur“ hinten eine Macht. Als Werder sowohl Kapitänin Sabljak wie auch die treffsichere Schlegel per enger Deckung herausnahm, machte die Litauerin mit drei Treffern in der Schlussphase alles klar. (ohm)

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