Videos: Kleine Serie der FSG Rotenburg/Baumbach/Bebra ist gerissen

Drei Spiele in Folge waren die Oberliga-Handballerinnen der FSG Rotenburg/Baumbach/Bebra ungeschlagen geblieben. Am Samstag nun hat es sie wieder erwischt.

Von Thomas Walger

Rotenburg. Der Neuling aus Waldhessen unterlag in eigener Halle dem Tabellendritten HSG Müchholzhausen/Dutenhofen mit 24:32 (11:14).

Und das hatte sich das Team von Trainer Matthias Gerlich selbst zuzuschreiben. „Wir waren heute weit weg von dem, was wir vorher gezeigt haben“, stellte der enttäuschte Coach fest, „das war heute unsere schlechteste Angriffsleistung in dieser Saison.“

Kurzclip: FSG-Trainer Matthias Gerlich über das Spiel

Die FSG tat sich von der ersten Minute an schwer, Lücken in der offensiven Deckung der Mittelhessinnen zu finden. Denn die waren schnell auf den Beinen und gingen aggressiv zur Sache. Den Gastgeberinnen muss es vorgekommen sein, wie gegen eine grüne Gummiwand anzurennen. Tat sich in dieser doch mal ein Riss auf, dann halfen sich die Gäste gegenseitig, den schnell wieder zu verschließen.

Nach einer Viertelstunde lag der Aufsteiger mit 4:9 hinten, fing sich aber allmählich. Seine Abwehr stellte sich besser auf die flotten, zielstrebig vorgetragenen Ballstafetten der HSG ein. Und in der Offensive erarbeitete sich Gerlichs Team jetzt auch mehr klare Wurfpositionen.

Allerdings lahmte der linke Flügel, auf dem die Schweizerin Alexandra Kohler bei ihrem Heimdebüt lange Zeit kein verwertbares Zuspiel bekam. Als sie dann endlich doch zweimal zum Wurf kam, scheiterte sie an Dutenhofens starker Torfrau Katharina Mühlhans, die kaum einen Spalt zwischen sich und dem Pfosten ließ. Das bekam auf der rechen Seite auch Tina Hohmeister schmerzlich zu spüren. Später versuchten sich Anette Richter und Bianca Einhorn auf den beiden Außenpositionen, wobei nur Richter erfolgreich zum Abschluss kam - und das gleich dreimal.

Zur Pause lag die FSG trotz alledem nur mit 11:14 zurück. Mit etwas Glück wäre dieser Rückstand sogar zu verhindern gewesen, wenn nicht dreimal Pfosten oder Latte im Wege gestanden hätte.

Nach der Pause blieb der Tabellendritte das eigentlich deutlich bessere Team. Die wacker kämpfende FSG leiß sich aber weiterhin nicht abschütteln. Oft durch Einzelaktionen, die immer wieder Strafwürfe einbrachten, kam sie zu ihren Treffern. Spielkultur blitzte nur selten auf. „Wie oft wir alleine Angela Berndt frei am Kreis übersehen haben“, ärgerte sich Trainer Gerlich.

Als Eva Golkowski sich in der 55. Minute durchtankte und auf 23:26 verkürzte, schien sogar noch ein Punktgewinn in Reichweite. Doch inerhalb von 100 Sekunden enteilte die HSG auf 23:29. Jetzt ließen die Gastgeberinnen die Köpfe endgültig hängen und ihre eingewechselte Torfrau Bianca Bähr damit sehr alleine.

Bis Donnerstag bleibt Gerlich nun Zeit, die Fehler anzusprechen und seine Spielerinnen aufzubauen. Denn am Donnerstag steht um 19.30 Uhr schon wieder das schwere Nachholspiel bei der TSG Eddersheim auf dem Programm.

FSG: Hohmann, Bäh - Golkowski (4), Hohmeister, Grau (10/5), Richter (3), Andrei (3/1), Kohler, Tvrdonova (1), Einhorn, Berndt (3).

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