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Kleinigkeiten machen den Unterschied: Vipers unterliegen dem Thüringer HC nach guter erster Halbzeit noch mit 29:38

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Kampf um jeden Zentimeter Raumgewinn: Die Wildungerinnen (v.l.) Anika Hampel und Verena Oßwald versuchen die THC-Spielerinnen Sara Ronningen und Jennifer Rode (rechts) am Torerfolg zu hindern.
Kampf um jeden Zentimeter Raumgewinn: Die Wildungerinnen (v.l.) Anika Hampel und Verena Oßwald versuchen die THC-Spielerinnen Sara Ronningen und Jennifer Rode (rechts) am Torerfolg zu hindern. © malafo

Gegen den favorisierten Thüringer HC hat es am Mittwoch für die Vipers in der Bundesliga nicht gereicht, Trotz guter Leistung vor allem in der ersten Halbzeit und einer 17:16-Führung musste sich die HSG Bad Wildungen nach 60 aufregenden Minuten mit 29:38 doch noch deutlich geschlagen geben.

Bergheim – „Wir haben 40, fast 45 Minuten gut gespielt und gezeigt, was man mit schnellem Spiel erreichen kann. Am Ende gab die Erfahrung von Thüringen den Ausschlag“, sagte Vipers-Trainerin Tessa Bremmer. „Sie haben am Ende jeden kleinen Fehler von uns ausgenutzt. Unser Tempospiel hat ja wirklich gut geklappt. aber durch die paar Kleinigkeiten haben wir das Spiel zu früh weggegeben“, so das Fazit des Vipers-Coaches.

Durch Treffer von Annika Lott und Johanna Maria Stockschläder waren die Gäste mit 2:0 in Führung gegangen. Doch als Keeperin Manuale Brütsch den nächsten Versuch von Stockschläder parierte, markierte Maksi Pallas im direkten Ansschluss mit dem 1:2 den ersten Wildunger Treffer in der Bergheimer Halle. Bei den Bad Wildungerinnen war deutlich zu spüren, dass sie an die Leistung von Buxtehude anknüpften. Beide Mannschaften gingen von Beginn an ein sehr hohes Tempo, ohne viel Schnörkel wurde der schnelle Torerfolg gesucht.

In der ersten Halbzeit konnte sich allerdings keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen: Meist führten die Thüringer Gäste mit ein bis zwei Toren, doch die Vipers verkürzten immer wieder oder glichen sogar aus. So ging es über 4:4 (7.) und 8:8 (15.) zum 13:13 (24.), einem Treffer der in der 20. Minute eingewechselten Annika Ingenpaß.

Die offensive 6:0-Deckung der Vipers stand gut und Wildungens Trainerin Tessa Bremmer durfte zufrieden registrieren, dass ihr Team sogar mit einer 17:16- Führung´in die Pause ging. Thea Oby-Olsen erzielte den entscheidenden Treffer zur Pausenführung.

Ein Knackpunkt: Rote Karte für Jana Scheib

So eng wie vor der Pause ging es zunächst auch im zweiten Abschnitt weiter. Als die Wildungerin Jana Scheib die Rote Karte sah (37.), erhöhte der Thüringer HC auf 23:19. Über 22:27 (46. wieder Lott für den THC) und 26:31 (52. Zachova für Thüringer HC) zogen die Gäste davon.

Am Ende fiel der Gästeerfolg mit 38:29 doch deutlich aus. „Wir sind eigentlich ganz gut reingekommen ins Spiel und haben gleich mit 3:1 geführt“, analysierte Gästetrainer Müller die Begegnung.

„Aber dann haben wir durch eine sehr nachlässige und fahrlässige Abwehr in der ersten Halbzeit überhaupt keinen Zugriff mehr auf den Angriff von Bad Wildungen bekommen. Bad Wildungen hat versucht, sehr schnell zu spielen. da müssen wir einfach schneller rauslaufen und kompakter in der Abwehr stehen. In der zweiten Halbzeit haben wir sie besser zugestellt, waren aggressiver in der Abwehr. Wir sind sogar zweimal auf fünf Tore davon gezogen, haben die Wildungerinnen aber wieder herankommen lassen“, klagte der Coach des Thüringer HC.

Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider

„Das Ergebnis ist nicht so wie das Spiel war“, stellte Tessa Bremmer abschließend klar: „Das Ergebnis hätte enger sein können. Die letzten Minuten haben wir Dinge versucht, die aber nicht mehr funktioniert haben. Deshalb ist das Resultat auch so hoch ausgefallen. Es waren heute Kleinigkeiten, die den Unterschied ausmachten.

Die erste Halbzeit war sicher ausgeglichen. In der zweiten Halbzeit fing es damit an, dass wir fünf Abpraller nicht bekommen haben. Die rote Karte gegn Jana, ich weiß nicht, was die Schiedsrichter da geshen haben. Da mussten wir in der Abwehr komplett umplanen, weil wir keine Wechselmöglichkeiten mehr hatten.“ (rsm)

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