1. Startseite
  2. Sport
  3. Handball regional

Koltschenko macht den Unterschied aus: SG 09 Kirchhof II besiegt Spitzenreiter HSG Hoof

Erstellt:

Von: Marcel Glaser

Kommentare

Unwiderstehlich: Kirchhofs Marie Sauerwald tankt sich hier gegen Larissa Lubach (l.) und Nele Bittdorf (r.) von der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen durch.
Unwiderstehlich: Kirchhofs Marie Sauerwald tankt sich hier gegen Larissa Lubach (l.) und Nele Bittdorf (r.) von der HSG Hoof/Sand/Wolfhagen durch. © Richard Kasiewicz

Die Entscheidung im Spitzenspiel der Handball-Oberliga fiel spät. Nämlich erst in der 57. Spielminute, als die unermüdlich als Antreiberin und Torschützin rackernde Kirchhoferin Katharina Koltschenko mit einem Doppelschlag zum 24:19 alle Zweifel am vierten Saisonsieg beseitigte.

Melsungen – Und Tabellenführer HSG Hoof/Sand/Wolfhagen beim 25:21 (15:13) die zweite Niederlage beibrachte. Im weitgehend fahrig agierenden Kirchhofer Angriff war Koltschenko schon zu Beginn der Partie der entscheidende Faktor, als die Spielmacherin oft nur per Foulspiel gestoppt werden konnte. Allein vier Strafwürfe holte sie in der ersten Viertelstunde heraus. Eine gute Partie zeigte auf Linksaußen auch Marie Sauerwald, die beim 8:7 (16.) die erste Führung der Gastgeberinnen erzielte.

„Unsere Angriffsleistung war ausbaufähig, aber in der Abwehr haben wir richtig gut gearbeitet“, lobte SG-Coach Martin Denk sein Team. Und wieder waren es in der Defensive Sauerwald und Koltschenko, die die starken HSG-Halben Karoline Happe und die Ex-Fritzlarerin Nele Bittdorf früh aggressiv angingen und so das Tempospiel der Gäste effizient unterbrachen.

Hoof fehlte Chmurski und Bänfer

Sauerwald, Alma Jaen Loro und Frida Nygaard Ulrichsen warfen beim 20:16 (44.) erstmals einen kleinen Vorsprung heraus. „In dieser Phase haben wir zu viele technische Fehler gemacht und auch zwei, drei gute Torchancen nicht genutzt. Außerdem war unsere Abwehr zu löchrig“, sagte HSG-Coach Chris Ludwig, der auf die Defensivspezialistinnen Franziska Chmurski und Kirsten Bänfer verzichten musste.

Weil die Kirchhoferinnen ihre Probleme in der Offensive jedoch nicht in den Griff bekamen, verpassten sie es, frühzeitig eine Entscheidung herbeizuführen. Auch die Rote Karte gegen HSG-Kapitänin Lea Willer (50., 3 Zs.) blieb zunächst folgenlos. Erst, als Happe vom Siebenmeterpunkt gegen Sophia Ritter die Nerven versagten und und Koltschenko im SG-Angriff wieder die Zügel in die Hand nahm, war der vierte Saisonsieg eingetütet.

Kirchhof II: Ritter (6 P./13 GT.), Rehbein (4/8) – Nygaard Ulrichsen 2, Kliebisch, Herwig, Seifert, Koltschenko 9/1, Jacob, Al. Jaen Loro 9/5, Sauerwald 4, Borgolte, Ag. Jaen Loro 1.

Hoof/Sand/Wolfhagen: Sawyer (14/24), Weinrich (bei drei 7 m, 1/2) – Ritter 2, Immelnkämper 2, Lubach 4, von Dalwig 5, Willer 3, Frankfurth, Eichhofer, Bittdorf, Happe 5/3, Unseld, Neurath.

Siebenmeter: 6/9:3/4. Zeitstrafen: 6:8 Minuten. Rot: Willer (50., 3 Zs.). (Marcel Glaser)

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion