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Koltschenko macht den Unterschied: Kirchhof II gewinnt Derby mit reichlich Drittliga-Unterstützung

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Lisa Peppler (am Ball) setzt sich hier unterstützt von Katharina Koltschenko gegen die Fritzlarerinnen Xenia Ahrend (links unten) und Hannah Grothnes durch.
Unwiderstehlich: Lisa Peppler (am Ball) setzt sich hier unterstützt von Katharina Koltschenko gegen die Fritzlarerinnen Xenia Ahrend (links unten) und Hannah Grothnes durch. Rechts im Bild beobachtet Kim Sophie Jacob die Szene. © Richard Kasiewicz

Je eine Rote Karte, sieben Zeitstrafen für die Gäste und nicht weniger als 56 Tore: Das Derby zum Auftakt der Handball-Oberliga der Frauen hatte einiges zu bieten. Und mit der SG 09 Kirchhof II strahlende Sieger, die in einer dramatischen Schlussphase den SV Germania Fritzlar II mit 29:27 (15:12) niederrangen.

Melsungen – „Ich hätte nicht gedacht, dass Fritzlar so hart in die Zweikämpfe gehen wird. Sie haben uns alles abverlangt“, erklärte SG-Coach Martin Denk. Und konnte sich auf die Verstärkung aus dem Drittliga-Team verlassen. Denn alle fünf Torschützinnen waren keine 24 Stunden zuvor am Sieg der ersten Mannschaft beteiligt gewesen.

Katharina Koltschenko, Lotte Iker und Lisa Peppler rotierten bei Kirchhof auf der Mitte und gaben unterstützt von Lina Nöchel die Richtung vor. Zunächst jedoch mit mäßigem Erfolg, weil Fritzlar stabil verteidigte und sich auf seine Torfrauen Maren Dasenbrock und Lisa Clobes (parierte zwei Siebenmeter) verlassen konnte. Angetrieben von Xenia Ahrend, Hannah Grothnes und Sarah Oschmann führte Fritzlar über 4:2 (9., Holeczy) mit 8:6 (18., Ahrend).

Starke Torfrauen

Dann fing sich Kirchhof, konnte sich auf Rückhalt Lisa-Marie Rehbein verlassen und erzielte fünf blitzsaubere Tore über die erste Welle. Bei Fritzlar ging über Gegenstöße bis zur Pause nichts. Mit einem 4:0-Lauf zum 10:8 (21., Nöchel) übernahm das Denk-Team das Zepter. Und erarbeitete sich noch im ersten Durchgang eine Vier-Tore-Führung zum 13:9 (24., Iker).

Doch vor 130 Zuschauern gab sich Fritzlar nicht geschlagen. Im zweiten Durchgang klappte bei den Domstädterinnen auch die erste Welle. Merle Brücker schloss zweimal sicher ab und drehte mit ihrem dritten Treffer binnen sechs Minuten den Spieß zum 17:16 um (37.). Danach nahm SG-Coach Denk eine Auszeit. Die Folge: Besonders Iker drückte dem Spiel nun ihren Stempel mit Treffern aus der zweiten Reihe auf. Dennoch hielt Fritzlar Kirchhof bis zum 22:20 auf Abstand (44., Oschmann).

Rot für Denk und Holeczy

Dann kam Farbe ins Spiel. Iker verkürzte auf 21:22 und wurde dabei von Holeczy getroffen. Da hielt es Denk nicht mehr neben der Platte. Und er kassierte wegen Beleidigung eine Rote Karte (45.). „Danach ist nochmal ein Ruck durch die Mannschaft gegangen“, lobte er sein Team, das sich besonders auf Koltschenko verlassen konnte, die fünf Treffer in der Schlussviertelstunde erzielte.

Nachdem Lisa-Marie Rehbein und Maren Dasenbrock ihre Tore kurz vernagelten, verwandelten Nöchel und Hafner zwei Siebenmeter zum 27:27 (59.). Per Nachwurf und nach einem Konter sicherte Koltschenko der SG den Sieg. „Entscheidend war, dass meine Mannschaft mehr technische Fehler als Kirchhof gemacht hat. Zudem hatten wir Probleme im Mittelblock“, sagte SVG-Trainerin Susanne Bachmann.

Kirchhof: Rehbein (13 P./21 GT.), Virag (7/8) - Grunwald, Kliebisch, Hafner 6/1, Seifert, Koltschenko 8/1, Jacob, Nöchel 6/2, Peppler 3, Weitzel, Burau, Iker 6.

Fritzlar: Dasenbrock (20/28), Clobes (2/1) - Grothnes 2, Holeczy 2, Alter 1, Simon, Ahrend 12/2, Krause, Oschmann 6, Schmidt, Bücker 4, Icke.

SR: Hoffelner/Krell. Z: 130.

Siebenmeter: 4/8:2/2. Zeitstrafen: 2:14-Minuten. Rot: Martin Denk (45.), Anna Holeczy (50., dritte Zeitstrafe). (Kornelia Wilhelm)

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