3. Liga

Kothe der tragische Held bei Gensungens 25:26-Niederlage

Durchgesetzt: Gensungens Jannis Kothe (Mitte) lässt Tobias Schetters stehen (r.) und hat nur noch SGSH-Torwart Ante Vukas vor sich. Trotz der neun Tore des Rückraumspielers musste sich die ESG knapp geschlagen geben.
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Durchgesetzt: Gensungens Jannis Kothe (Mitte) lässt Tobias Schetters stehen (r.) und hat nur noch SGSH-Torwart Ante Vukas vor sich. Trotz der neun Tore des Rückraumspielers musste sich die ESG knapp geschlagen geben.

Die ESG Gensungen/Felsberg ist in der 3. Liga angekommen. Das ist die gute Nachricht für die Fans des Aufsteigers. Die schlechte: Trotz einer Leistungssteigerung reichte es im vierten Anlauf nicht zum ersten Erfolgserlebnis. Tabellenführer SGSH Dragons wankte, aber fiel nicht und entführte mit 26:25 (15:15) äußerst glücklich beide Punkte aus dem Edertal.

Gensungen - Zum tragischen Helden avancierte Jannis Kothe. Da traf der Linkshänder nach sener frühen Einwechslung fast wie er wollte (nen Mal) - und scheiterte mit seinem letzten Wurf, der der ESG zumindest noch ein Remis beschert hätte, an Torwart Vukas. „Das Ding musste rein“, kommentierte der 26-Jährige äußerst zerknirscht einen seiner wenigen Fehlversuche.

Der indes ein Abbild, die negative Krönung der vorausgegangenen verpassten Gelegenheiten seiner Mannschaft war, vorentscheidend weg zu ziehen. Nach Kothes Treffer zum 23:21 (49.) kam ein Tempogegenstoßpass von Maxim Schalles nicht an. Der Rechtsaußen vergab danach selbst völlig freistehend - es wäre das 25:22 gewesen. Stattdessen verkürzte der in der Schlussphase auftauende Jan Magnus König auf 24:23 (53.) und im Gegenzug unterlief Jannis Kothe ein Stürmerfoul. „In den entscheidenden Situation fehlte uns die nötige Lockerheit“, gestand Trainer Arnd Kauffeld.

Torwart Lauterbach stark

Auch für Marc Lauterbach „reine Kopfsache“. Der nach dem Wechsel überragende ESG-Torwart, der seinem Kollegen Ante Vukas zwischenzeitlich die Show gestohlen hatte. Doch der Kroate kam noch mal zurück. Spielentscheidend. Verhinderte in der Schlussphase die ersten Flecken auf der blütenweißen Weste der Sauerländer.

Schon in der ersten Hälfte hatte sich der SGSH-Schlussmann als größtes Hindernis für den Angriff des Neuling entpuppt. Dem gelang es zwar immer wieder, mit Tempo und Mut in die freien Räume der offensiven Gästedeckung einzudringen, doch besonders Heinrich Wachs und Vince Schmidt konnten ihre Chancen nicht nutzen. Zudem taten sich die Edertaler mit der unwiderstehlichen zweiten und dritten Welle der Schmetz-Schützlinge schwer, während sie den gegnerischen Positionsangriff ganz gut im Griff hatten.

Als beim 10:13 (22.) größeres Ungemach drohte, brachte Arnd Kauffeld seine Schützlinge in einer Auszeit auf Kurs. Hannes Friedrich und Maxim Schalles (2) glichen aus. Und danach übernahm der Außenseiter sogar das Kommando, um auf der Zielgeraden doch wieder wankelmütig zu werden.

Die Erleichterung des Gäste-Coaches wertete Gensungens Leistung durchaus auf. „Das war eine echte Energieleistung, denn am Ende waren wir stehend k.o.“, bekannte Mark Schmetz. Für Marc Lauterbach auch ein Grund, „erhobenen Hauptes aus der Halle zu gehen“. Allerdings: „Kaufen können wir uns dafür nichts.“

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