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Kurios: Beim Kantersieg der SG 09 Kirchhof in Wülfrath spielen sechs Feldspielerinnen durch

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Von: Sebastian Schmidt

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Julie Hafner
Gut gelaufen: Julie Hafner und die SG 09 Kirchhof präsentierten sich in Wülfrath in Top-Form © Richard Kasiewicz

Das ist ein besonderer Erfolg für die Handballerinnen der SG 09 Kirchhof. Weniger, weil er besonders eindeutig war und durch ihn der makellose Saisonstart in der 3. Liga West auf vier Siege ausgebaut wurde. Das Besondere am 36:23 (16:8) beim TB Wülfrath ist, dass Kirchhof ihn mit nur sechs Feldspielerinnen einfuhr.

Wülfrath – Martin Schwarzwald hatte diese Möglichkeit in Betracht gezogen, weil die nachverpflichtete Anamarija Boras noch nicht spielfähig war. Auf der Bank saßen Alma Jaén Loro und Katharina Koltschenko nur für den Notfall, weil beiden das Oberliga-Spiel vom Vortag noch in den Knochen steckte. Ein herber Dämpfer für die Ambitionen des Teams ist zudem, dass Greta Kavaliauskaite wegen einer Erkrankung auf unbestimmte Zeit ausfällt.

Greta Kavaliauskaite fällt aus

Für die Litauerin sprang Carlotta Fege als Abwehrchefin ein und erledigte ihren Job mit Bravour. Die nachverpflichtete Anna-Maria Spielvogel rückte von Außen in den linken Rückraum, auf Rechtsaußen spielte die etatmäßige Kreisläuferin Paulina Harder, die besonders in der Deckung auf Halb wertvolle Dienste leistete. Über 3:1 (7., Spielvogel) und 7:2 (12., Hafner) war schon beim 16:8 (29., Spielvogel) mehr als eine Vorentscheidung gefallen.

Das war in der Form nicht zu erwarten, zumal Wülfrath kurzfristig mit Hannah Haase noch einen Neuzugang an Bord hatte. Die Spielmacherin sammelte zuletzt Zweitliga-Erfahrung beim TuS Lintfort und avancierte mit sieben Treffern auf Anhieb zur gefährlichsten Akteurin ihres neuen Vereins. „Wir haben in der Deckung viele Fehler beim Gegner provoziert und haben dann vor allem über die erste und zweite Welle gute Entscheidungen im Angriff getroffen“, lobte Trainer Schwarzwald sein Team.

Stannies 30 Minuten im Tor

Und weil das verbliebene Sextett über 23:11 (40., Hafner) und 28:14 (44., Fege) derart konsequent lieferte, konnte Schwarzwald zumindest einen Wechsel vornehmen. Für die herausragende Aleksandra Orowicz erhielt Yan Li Stannies ihre erste längere Bewährungsprobe und wusste in den zweiten 30 Minuten ebenso zu überzeugen.

Keine Gnade zeigten Kirchhofs Neuzugänge, auf deren Konto alle 36 Tore gehen. Linksaußen Hafner, Kreisläuferin Fege, Spielmacherin Iker und Co. nahmen derart Fahrt auf, dass die erste große Bewährungsprobe kommen kann. Denn weil das Spiel gegen Düsseldorf verlegt wurde, heißt der nächste Gegner TV Aldekerk (15. Oktober). Der Zweitliga-Absteiger, der beim BVB II mit 31:32 seine erste Niederlage kassierte. (Sebastian Schmidt)

Die Statistik:

Kirchhof: Orowicz, Stannies - Iker 8, Spielvogel 2, Jaén Loro, Nöchel 9/4, Fege 7, Koltschenko, Hafner 10, Harder.

SR: Diebecker/Hermschröder.

Zeitstrafen: 12:2-Minuten.

Siebenmeter: 1/1:4/6.

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