Handball-Landesliga / Halbserienbilanz der TG Münden II: Vorletzter mit nur fünf Pluspunkten

Dümer: „Klassenerhalt ist noch möglich“

Hann. Münden. Wie die Landesliga-Handballerinnen der SV SVS/TSG (siehe unsere Herbstbilanz vom 29. Derzember) so quälten sich auch die Landesliga-Handballer der TG Münden mehr schlecht als recht durch die bisherige Saison. Zum Jahreswechsel belegen sie einen Abstiegsplatz.

TG-Trainer Christian Dümer verhehlt seinen Unmut über die prekäre Tabellensituation keineswegs: „Wir sind unter ganz anderen Voraussetzungen in diese Saison gegangen!“ Was dem A-Lizenz-Inhaber so gar nicht schmeckt, ist, dass er vom Trainer zum Spielertrainer werden musste. „Wir sind zu 80 Prozent unserer Auswärtsspiele mit nur acht oder neun Spielern gefahren. Das ist zwar noch keine Rumpftruppe, aber schon zu wenig, denn aus der ersten Sieben braucht ja auch jeder mal eine Verschnaufpause.“ Also zog Dümer selber wieder das Trikot über. Dennoch fehlten seinem Team wegen dieser dünnen Personaldecke in den letzten 15, 20 Minuten - gerade in den Auswärtsspielen - die entscheidenden Körner. Verschärft hat sich die Personallage durch die vielen Verletzten. Gleich zum Saisonstart habe das die Leistung deutlich beeinflusst. Dass aber das Fehlen von Akteuren der alleinige Grund für die Misere gewesen sei, bestreitet der Trainer: „Als die Verletzten dann wieder mitspielten, wurde es nicht besser. Und das ärgert mich!“ Für den Tabellenstand auch verantwortlich sei der krasse Unterschied zwischen dem im Training Erarbeiteten und dem im Spiel Gezeigten: „Meine Spieler zeigen im Training ein ganz anderes Gesicht als im Spiel“, schiebt Dümer deutlich Frust.

Vor dem Spiel beim Tabellenzweiten, Schöningen, gab es eine Aussprache zwischen Team und Trainer. „In erster Linie habe ich an die Mannschaft appelliert, die derzeitige Situation ernst zu nehmen. Außerdem habe ich sie noch einmal eindringlich darauf hingewiesen, dass Handball eine Mannschaftssport ist, und dass jeder Einzelne eine Verantwortung gegenüber seinen Mitspielern hat. Dazu gehört eben auch die Frage, die sich jeder selber stellen muss, ob ein x-beliebiger Geburtstag wichtiger ist als ein Spiel!“ Die Aussprache trug offenbar Früchte: Die TG kehrte mit einem 28:28 vom Tabellenzweiten heim.

Dümer glaubt trotz der prekären Tabellenlage (Tabellenvorletzter mit nur fünf Pluspunkten), dass - bei vier Punkten Rückstand auf den Tabellenachten - der Klassenerhalt noch möglich ist. (zai)

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