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SV Schedetal feiert ersten Derbysieg

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Von: Per Schröter

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Die SVS-Spielerinnen jubeln in der Dransfelder Halle.
So viel Jubel war noch nie: Die SVS-Spielerinnen hatten in Dransfeld allen Grund, ihre Leistung zu feiern. © Per Schröter

Im fünften Anlauf den ersten Derbysieg feierten am Donnerstagabend die Landesliga-Handballerinnen des SV Schedetal Volkmarshausen mit dem souveränen 25:16 (10:6)-Auswärtssieg im Nachholspiel beim DSC Dransfeld.

Dransfeld – Die Schedetalerinnen hatten gleich doppelten Grund zur Freude. Nicht nur, dass es nach vier vergeblichen Anläufen (drei Niederlagen und ein Remis) endlich mit dem ersten Sieg über den Lokalrivalen geklappt hatte. Einen Spieltag vor Schluss hat das Team von Trainer Gerrit Bömeke mit diesem Erfolg auch den achten Tabellenplatz abgesichert, sodass der SV die Saison schlechtestenfalls auf Platz acht abschließen wird. Entsprechend groß war nach dem Schlusspfiff auch der Jubel bei den Gästen.

Während man der Bömeke-Sieben vom Start weg anmerkte, dass sie bis in die Haarspitzen motiviert war und dieses Derby unbedingt gewinnen wollte, hatten die erneut stark ersatzgeschwächt angetretenen Gastgeberinnen vor allem im Angriff große Probleme, ihren Rhythmus zu finden. Hatten sie die Partie in einer hektischen Anfangsphase mit vielen technischen Fehlern und Ballverlusten auf beiden Seiten noch ausgeglichen gestalten können (4:4/10.), übernahmen die Gäste vor den nur rund 50 Zuschauern (davon die Hälfte Fans des SV) mehr und mehr das Kommando. Mit mehr Zug zum Tor und einer deutlich besseren (wenn auch keinesfalls perfekten) Wurfquote zogen die Schedetalerinnen Tor um Tor davon und erarbeiteten sich bis zur Pausensirene bereits einen komfortablen Vier-Tore-Vorsprung.

In einem insgesamt sehr fairen Derby legte der Gast nach dem Seitenwechsel sogar noch eine Schippe drauf. Zehn Minuten vor Schluss drohte dem DSC beim Stand von 13:20 ein echtes Debakel, doch dann fing man sich wieder etwas und konnte die Schlussphase zumindest ausgeglichen gestalten. Beste Spielerin auf Dransfelder Seite war Torfrau Lisa Sophie Schorn, die mit 16 Paraden (davon vier gehaltene Siebenmeter) Schlimmeres verhinderte. Ihr in nichts nach stand auf der anderen Seite Franziska Körber, die sogar 18 Bälle entschärfte (davon zwei Siebenmeter). Beste Werferin bei den Gästen war mit sechs Treffern Linksaußen Michelle Weise.

„So ein Derby will man natürlich nicht verlieren“, betonte DSC-Trainer Lennart Pietsch nach dem Schlusspfiff. Einen Vorwurf wollte er seiner Mannschaft aber nicht machen. „Alle haben gekämpft, aber mehr war heute einfach nicht drin“, sagte er. Seinem Gegenüber Gerrit Bömeke dagegen war die Freude über den Derbysieg deutlich anzumerken. „Die Mädels haben daran geglaubt und sich diesen Erfolg mit einer insgesamt starken Leistung redlich verdient“, meinte Bömeke, für den der Sieg jedoch „noch deutlich höher“ hätte ausfallen müssen.

Dransfelder SC: Schorn, Kaufmann – Gerke 5, Windel 2, Böhm 2, Mosebach 2, Rettberg 1/1, Dreßler 1, Heinzen 1, Dörfler 1, Ter Fehr 1.

SV Schedetal Volkmarshausen: Körber, Otto – Weise 6/1, Minde 4/1, Toll 3, Jäger 3, Stenzel 2, Krumsiek 2, Cranen 2, Kaps 1, Wahle 1, Jerrentrup 1, Schuler. (Per Schröter)

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