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Vereine aus dem Altkreis Münden diesmal auf Augenhöhe

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Von: Manuel Brandenstein

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Isabel Marienfeld (am Ball) gegen die SVS-Abwehr.
Schwer durchzukommen: Wie hier bei Dransfelds Isabel Marienfeld (am Ball) gegen die SVS-Abwehr in einem früheren Derby dürfte es auch am Samstag umkämpfte Szenen zu sehen geben. © Manuel Brandenstein

Die Handball-Landesliga der Frauen steht am Samstag im Zentrum des Interesses: Zum ersten Altkreisduell der Saison erwartet der Dransfelder SC den SV Schedetal Volkmarshausen (Anwurf: 18 Uhr, Sporthalle Lange Trift).

Dransfeld – Das Aufeinandertreffen bietet in dieser Saison erstmals von schon im Vorfeld zwei Mannschaften, die auch nach der Papierform als Tabellendritter (SVS) und -vierter auf Augenhöhe sind. Während die Dransfelderinnen sich seit Jahren in der oberen Tabellenhälfte etabliert haben, ist der aktuelle Höhenflug für den SVS etwas völlig Neues. Der in der Vergangenheit gewohnte Abstiegskampf ist mittlerweile Geschichte, denn die Mannschaft hat sich weiterentwickelt. Das sieht auch Dransfelds Mannschaftsbetreuer Benjamin Wüster so. Er sagt: „Mich wundert das Abschneiden des SVS nicht. Gerrit Bömeke hat ein gutes Fundament gelegt und Markus Piszczan – mit seiner Erfahrung – hat anscheinend noch mal an den richtigen Stellschrauben gedreht, um die Mannschaft nach vorn zu bringen. Bei uns sind nicht nur aufgrund der Tabellennachbarschaft alle heiß auf dieses Derby. Der SVS hat ja in der vergangenen Saison auch erstmals gegen uns gewonnen.“

Mit neun Toren Unterschied musste sich der DSC im Frühjahr beugen, was natürlich niemand im Dransfelder Lager noch mal so erleben möchte.

Trainer Lennart Pietsch erwartet von seinem Team vor allem ein schnelles Rückzugsverhalten: „Wir müssen vorne kluge Entscheidungen treffen, disziplinierter als zuletzt spielen und bei Fehlern viel Tempo zurück machen.“ Auch der SVS setzt auf Tempo – allerdings in der Vorwärtsbewegung. In dieser Saison ist das bei den Gästen auch kein Lippenbekenntnis mehr, sondern diese Taktik wird umgesetzt. Das dürfte auch deshalb enorm wichtig werden, da die meisten SVS-Spielerinnen körperlich unterlegen sind und sich deshalb Positionsangriffe mit vielen Zweikämpfen nicht unbedingt anbieten.

Die erste Niederlage nach fünf Siegen am vergangenen Wochenende bei der SG Börde will Wüster nicht überbewerten. Zum einen hatte der Mitfavorit eine „unfassbare Breite“ im Kader (Wüster) zum anderen wurde mit Harz gespielt, was im Dransfelder Lager niemand gewohnt ist und was Fehler provozierte.

SVS-Trainer Markus Piszczan hat seine Niederlage gegen die HSG Göttingen analysiert, meint aber: „Im Derby müssen wir wieder auf unsere Stärken zurückkommen, eine bessere Abwehr stellen und vor allem weniger Fehler im Angriff machen. So viele wie gegen Göttingen haben wir in den sechs Spielen zuvor nicht gemacht!“ Piszczan erwartet ein hart umkämpftes Nachbarschaftsduell, wobei sich sein Team nichts auf den klaren Erfolg im Frühjahr einbilden könne: „Damals gab es ganz andere Voraussetzungen: Der SVS kämpfte noch um den Klassenerhalt und hatte vermutlich eine deutlich höhere Motivation als Dransfeld, für das es schon längst um nichts mehr ging.“

Übrigens: Piszczan geht davon aus, dass der DSC ausnahmsweise am Samstag mal mit voller Kapelle antreten werde. „Letztlich wird die Tagesform entscheiden“, erwartet er ein offenes Rennen. Für die hoffentlich zahlreichen Zuschauer also eine optimale Ausgangslage. (Manuel Brandenstein)

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