Frauen-Landesliga Braunschweig

Dransfelder SC beweist in Münden längeren Atem

Benita Wahle wirft unter großer Bedrängnis gegen Dransfelds Laura Böhm.
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Spiegelt den Einsatz im Altkreis-Derby wider: Benita Wahle wirft unter großer Bedrängnis gegen Dransfelds Laura Böhm.

Das Derby der Frauenhandball-Landesliga zwischen dem SV Schedetal Volkmarshausen und dem Dransfelder SC war zumindest an Spannung kaum zu überbieten. Letztlich gelang dem DSC ein 21:19 (11:11)-Auswärtserfolg.

Hann. Münden – Zu Beginn setzte der SVS die taktische Marschroute seiner Trainer um: Gegen die körperlich deutlich überlegenen Dransfelderinnen wollte man über Tempogegenstöße zu einfachen Toren kommen. Gleich dreimal überrumpelte der SVS, der einen 4:0-Lauf zeigte, den DSC bis zu seiner 6:3-Führung. Damit hatte die Mannschaft schnell klargemacht, dass sie diesmal nicht im Schongang zu bezwingen sein würde.

Doch die Gäste konterten trotz des frühen verletzungsbedingten Ausscheidens ihrer Spielmacherin Victoria Heinzen und schafften durch Anastasia Mosebach und Meike Grünewald den 6:6-Ausgleich. Aber der SV Schedetal Volkmarshausen hatte sich am Samstagabend vorgenommen, zum ersten Mal überhaupt in diesem speziellen Altkreis-Duell einen Sieg einzufahren. Michelle Weise und die am Kreis überzeugende Hanna Cranen legten das 8:6 vor. Dass es nicht mehr wurde, war vielen individuellen Fehlern geschuldet. Es musste festgestellt werden, dass der Ausfall von Miriana Minde im Rückraum nicht zu kompensieren war. So schafften die Gäste unter anderem durch zwei kraftvolle Aktionen von Meike Grünewald bis zum Halbzeitpfiff noch den Ausgleich. Direkt nach dem Seitenwechsel hätte Volkmarshausen gegen die nun wieder recht fahrig agierenden Gäste die Chance besessen, sich abzusetzen. Stattdessen lief es aber genau anders herum; selbst eine Überzahl blieb ungenutzt.

Ausgerechnet die von ihrem Trainer Lennart Pietsch eigentlich als Rückraumspielerin eingestufte Annika Gerke weckte mit drei sehenswerten Treffern von Rechtsaußen Zuversicht bei ihrem Team. Dabei schaffte es die Rechtshänderin sogar, ihren Treffer zum 16:13 in Unterzahl zu erzielen (42.). Jetzt übernahmen Lena Dreßler auf der Mitte und Katrin Windel auf Halblinks die Regie und setzten ihre Nebenleute erfolgreich in Szene. Im Tor lief Lisa Schorn zur Hochform auf. Sie parierte kurz hintereinander gegen die frei vor ihr auftauchende Michelle Weise und im Duell mit Siebenmeter-Schützin Christin Jaeger. Beim 20:16 durch Kim Stey (52.) schien alles zugunsten des DSC gelaufen zu sein.

Aber weit gefehlt: Schnelle Gegenstöße durch Benita Wahle und Lilli Urbschat sowie ein schönes Eins-gegen-Eins gegen die Hand von Hilke Doppe brachten den SVS unverhofft noch einmal in Reichweite. Letztlich sorgte aber Theresa Rettbergs Distanzknaller ins linke untere Eck für den schon dritten Dransfelder Saisonsieg, und der letzte vergebene Strafwurf des SVS hatte keine Bedeutung mehr.

Für den SVS war mehr drin. Aber vier vergebene Siebenmeter trugen dazu bei, dass das Team auch sein viertes Saisonspiel verlor. Acht erzielte Tore in der zweiten Halbzeit waren einfach zu wenig. Der DSC war einen Tick besser und sicherte sich die Punkte recht glücklich. Er setzt sich in der Spitzengruppe fest und fährt nun selbstbewusst zum Topspiel der Liga bei der HSG Göttingen (So., 16 Uhr). Für den SVS war es die vierte Niederlage in Folge. Für das Team geht es am Samstag zu den SF Söhre.

SV Schedetal Volkmarshausen: Körber, Otto – Weise 4/1, Cranen 3, Krumsiek 2, Jerrentrup 2, Doppe 2, Jaeger 2, Stenzel 1, Kaps 1, Urbschat 1, Wahle 1
Dransfelder SC: Schorn – Rettberg 5, Ter Fehr 4, Gerke 3, Grünewald 3, Windel 2, Stey 2, Böhm 1, Mosebach 1, Sonsalla, Dreßler, Heinzen (Rüdiger Pietsch und Manuel Brandenstein)

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