Zwischenbilanz in der Frauenhandball-Landesliga: SVS/TSG Münden muss Auswärtsschwäche ablegen

Erweiterter Kader verleiht Zuversicht

Wird sich mit ihrem Team noch steigern müssen: Carolin Löhrer. Foto: Mai

hann. Münden. Jeder Mannschaftssportler weiß, dass vor der Saison die Grundlagen für die Saison erarbeitet werden müssen. „Das war bei uns aber nicht möglich, weil einfach zu wenige Spielerinnen regelmäßig zum Training gekommen sind“, stellt Jürgen Reimer, der Trainer von Landesliga-Aufsteiger SVS/TSG Münden, fest. Die Mündener Frauen belegen nach neun von 22 Saisonspielen den zehnten Platz.

Jürgen Reimer stand manchmal in den Übungseinheiten nur vor acht Spielerinnen, was sich folgerichtig in den bisherigen Spielen bemerkbar machte. Zudem fehlten dem Coach in den ersten Spielen die Alternativen auf der Bank. In erster Linie lag das an den Spielberechtigungen. So fehlten bei den in Frage kommenden A-Jugendlichen zunächst das Doppelspielrecht.

Mittlerweile hat sich die Situation geändert: Der Kader ist auf 19 Spielerinnen angewachsen, von denen allerdings mit Lisa Wucherpfennig und Lisa Helwig (A-Jugend) zwei Torfrauen derzeit verletzt ausfallen. Auch die externen Zugänge, wie die Kielerin Ann-Kristin Bünger von der HG Rosdorf-Grone sowie Sina Benkwitz aus Rendsburg und Sabrina Endig (ebenfalls aus Rosdorf) sind jetzt spielberechtigt, müssen aber noch besser integriert werden. Dazu kommen mit Pia Gallo, Pia Krause und Liv Willenweber drei weitere A-Jugendliche. Dennoch: Ein Problem wird Jürgen Reimer bis zum Ende der Saison begleiten. Nämlich dass ihm immer wieder Spielerinnen in einzelnen Begegnungen fehlen, weil sie berufsbedingt ausfallen.

Es ist also noch nicht zappenduster für die SV-Frauen, denn der Rückstand auf Platz fünf beträgt nur vier Punkte, wobei andererseits mit drei bis vier Absteigern gerechnet werden muss, da in der Oberliga die SG Zweidorf/Bortfeld und der MTV Geismar – beide besiegte die SV im Pokal – derzeit Abstiegsplätze innehaben und in die Landesliga-Braunschweig absteigen würden. Dies trifft auch auf den Northeimer HC zu, der noch nicht aus der Gefahrenzone ist.

Jürgen Reimer ist aber vorsichtig optimistisch, dass seine Mannschaft den Klassenerhalt schafft: „Wenn wir intensiv und konzentriert trainieren und unsere Physis sowie unser Zusammenspiel verbessern, dann sollte uns der Klassenerhalt gelingen.“ Allerdings muss seine Mannschaft auch ihre notorische Auswärtsschwäche ablegen. Ihre Auswärtsbilanz kann die SV bereits am 8. Januar verbessern, wenn sie beim Vorletzten Liebenburg-Salzgitter zum Nachholspiel antritt. (zui)

Von Ulrich Mai

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