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Neuer SVS-Trainer Markus Piszczan ist sicher: „Es wird spannend.“

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Von: Manuel Brandenstein

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Im Gespräch: Markus Piszczan und Luise Schuler.
Im Gespräch: Markus Piszczan und Luise Schuler. © Manuel Brandenstein

Markus Piszczan ist der neue Trainer von Frauenhandball-Landesligist SV Schedetal Volkmarshausen. Er betrachtet aber den gesamten Verein.

Hann. Münden – Vor vier Jahren wurde Markus Piszczan nach Jahrzehnten in Diensten des Mündener Handballs verabschiedet. Die gesunkenen Ansprüche im Nachwuchs, nachlassende Motivation, die Gesundheit – alles schien dafür zu sprechen, um kürzerzutreten. Doch jetzt kommt der 57-Jährige mit neuem Elan zurück und übernimmt, wie bereits kurz berichtet, die Landesliga-Handballerinnen des SV Schedetal Volkmarshausen. Wir haben ihn zum ersten Interview seit Langem gebeten.

Herr Piszczan, wie kam der Sinneswandel zustande?
Das Frage ich mich auch (lacht). Nein, Spaß beiseite: Ich hatte Timo Mühling bei der B-Jugend geholfen und gemerkt, dass es wieder Spaß macht. Dann gab es auch noch das Einspringen bei den Frauen und anschließend die Frage des SVS, ob ich es nicht machen wolle. Ich habe mit dem neuen Spartenvorstand des SVS zusammengesessen und letztlich gesagt, dass ich mir den Trainerjob wieder vorstellen könne.

Gab es irgendwelche Bedingungen oder Wünsche?
Ich habe meine Handball-Philosophie dargelegt. Ob ich die umsetzen kann, weiß ich noch nicht. Wir haben uns in der Zusammenarbeit erst mal auf ein Jahr vereinbart und werden danach sehen.

Was stellen Sie sich denn vor?
Für mich ist wichtig: die Gesamtausrichtung des Frauenhandballs in Münden. Wenn man jetzt nicht anfängt, aus den vielen Spielerinnen, die aus Münden kommen, mal Erfolg zu schöpfen, dann macht man es gar nicht mehr. Man muss das Potenzial fördern und fordern. Es muss von der Jugend an eine Durchlässigkeit und ein gemeinsames Spielsystem geben und man muss probieren, Leistungsstrukturen zu schaffen. Vorrang hat für mich der Leistungsgedanke mit dem Nennen von Zielen. Die können lauten, dass man beispielsweise in der Landesliga zunächst mal etwas nach oben kommen will und dann später auch mal oben angreift. Ich stelle aber jetzt schon fest, dass es gerade im weiblichen Handball viele Unbekannte gibt, mit denen man zurechtkommen muss.

Was brennt Ihnen da aktuell auf der Seele?
Wir haben derzeit nur sechs A-Jugendliche. Ich bin der Meinung, dass man sie unbedingt im Verein halten sollte. Deshalb wäre ich auch dafür, jetzt doch noch einmal eine 3. Mannschaft bei den Frauen zum Spielbetrieb zu melden. Das muss aber der Vorstand entscheiden.

Was gibt es noch für Unbekannte, die die Planung erschweren?
Wir wissen noch gar nicht, wie die Kader der einzelnen Teams überhaupt aussehen. Denn einige warten noch auf die Zusagen verschiedener Universitäten und andere, die die Ausbildung bei der Polizei beenden, wissen ebenfalls noch nicht, wo es für sie weitergeht. Jetzt haben wir die Herausforderung, trotzdem so zu trainieren, dass wir im September mit einer schlagkräftigen Mannschaft, die sich im September/Oktober noch verändern wird, auf dem Platz stehen.

Wie sieht die nähere Zukunft für das Landesligateam aus?
Unsere erste Trainingsphase endet am 21.7. mit einem Testspiel gegen Vellmar und einer Turnierteilnahme in Dittershausen. In der 2. Augustwoche geht es weiter. Unter anderem mit einem Spiel gegen Oberligist Rosdorf.

Trotz aller Schwierigkeiten: Mit welcher Perspektive gehen Sie die neue Aufgabe an?
Ich glaube, es ist Potenzial da, um etwas daraus zu machen. Aber es wird spannend und wir müssen erst sehen, wo es hingeht. (Manuel Brandenstein)

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