Frauenhandball-Landesliga: Aufsteiger DSC startet mit einem Unentschieden gegen den Vorjahresvierten

Fehlversuche kosten den Sieg

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Zur Landesliga-Premiere der Dransfelderinnen steuerte beim 19:19 gegen den MTV Vorsfelde Caroline Grandjean (im Bild am Ball) drei Tore bei.

Dransfeld. Nichts wurde es mit dem ersten Saisonsieg für die Handballerinnen des Landesliga-Aufsteigers DSC Dransfeld. Doch die Freude über das 19:19 (13:12) gegen den Vorjahres-Vierten MTV Vorsfelde war riesengroß.

„Am Ende haben wir nur noch auf das Unentschieden gespielt und ich bin sehr erleichtert, dass wir das dann auch geschafft haben“, sagte ein strahlender Andreas Dallüge.

Dabei lag für den DSC eigentlich mehr drin. Mit einer bärenstarken Sarah Heppner zwischen den Pfosten boten die Dransfelderinnen dem routinierten Gegner in der ersten Halbzeit nicht nur die Stirn, sondern bestimmten phasenweise sogar das Geschehen in der Sporthalle Lange Trift. Nachdem sie in der Anfangsphase zumeist mit drei Toren in Führung gelegen hatten, begannen die Gastgeberinnen jedoch, zu viel quer zu spielen, und zu oft zu überhastet abzuschließen. Die Vorsfelderinnen nutzten das, um zur Pause bis auf ein Tor heranzukommen.

Und im zweiten Durchgang wurde es aus Sicht des DSC immer schlimmer. Zunächst gerieten die Hasenmelkerinnen mit 15:18 ins Hintertreffen (45.), um dann auch noch minutenlang das gegnerische Tor nicht zu treffen. In dieser Phase verwarfen sie sogar gleich mehrere Siebenmeter.

Dass es am Ende doch noch zu einem Unentschieden reichte, war einerseits der guten Abwehrarbeit zu verdanken, gegen die die Vorsfelderinnen gerade in der Schlussphase immer wieder vor einer unlösbaren Aufgabe standen, und andererseits der großartigen kämpferischen Leistung, mit der sich das Team auf 19:19 heranarbeitete.

Als man 15 Sekunden vor Schluss durch ein Vorsfelder Stürmerfoul noch einmal in Ballbesitz kam, schien dann sogar die große Überraschung möglich, selbst wenn die angesichts des Spielverlaufes des Guten vielleicht doch etwas zu viel gewesen wäre.

„Dieser Punkt ist enorm wichtig für unser Selbstvertrauen“, meinte Andreas Dallüge, der insgesamt „sehr zufrieden“ mit dem Auftritt seiner Mannschaft war, für die er aber speziell im Angriffspiel noch „viel Luft nach oben“ sieht.

Dass die Heimpremiere des Aufsteigers nur rund 80 Zuschauer verfolgten, lag auch am parallel stattfindenden Fußball-Derby am Bleichanger. Dallügge bedauerte das, denn „gerade die Fußballer haben uns heute gefehlt. Sie sorgen in der Halle immer für viel Stimmung. Und da springt dann der Funke auch auf die anderen Zuschauer über.“

DSC Dransfeld: Heppner, Uckermann – Bobrink 1, Mosebach 1, Renner 1, Menn 6, Kürschner, Grandjean 3, Hufeland, Jana Prang 1, Julia Prang, Schob 2, Thielecke 4.

Von Per Schröter

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