Der Auftakt geht daneben

Frauenhandball-Landesligisten verlieren Einstand in die neue Saison

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Brachte nach ihrer Einwechslung frischen Wind ins Volkmarshäuser Angriffsspiel: Merle Rutetzki (am Ball). Im Hintergrund Hilke Doppe.   

Münden/Dransfeld. Zum Saisonstart gingen beide Handball-Landesligisten aus dem Altkreis Münden leer aus. Chancenlos waren Dransfeld und der SV Schedetal allerdings nicht.

Der Rahmen stimmte, das Ergebnis nicht: Die Landesliga-Handballerinnen des SV Schedetal Volkmarshausen verloren ihr erstes Spiel nach dem Aufstieg gegen die HSG Rhumetal am Ende deutlich mit 17:23 (9:14).

Ohne Löhrer, Münchberg, Köhler und die Langzeitverletzte Pia Gallo waren die Alternativen von SV-Trainer Marcus Grna begrenzt. Sogar eine A-Jugendliche rückte in den Kader. Von diesen Schwierigkeiten merkten die gut 100 Zuschauer nach dem Einlauf der Teams mit den JSG-Minis zunächst nichts. Mutig trumpften vor allem Liv Willenweber im Rückraum und Michelle Weise auf Linksaußen auf – der SVS führte mit 6:4 (12.). Doch dann zerstörten sich die Gastgeberinnen das zuvor Erreichte selbst. Der Ball schien immer mehr zu einer heißen Kartoffel zu werden. Plötzlich kam das Spielgerät nicht mehr bei der Nebenfrau an, und technische Fehler brachten das Konterspiel der Rhumetalerinnen (in der vergangenen Saison immerhin Tabellensechster) ins Rollen. Da stand dann auch die ansonsten gute Torhüterin Svea Rein zu oft auf verlorenem Posten. Völlig unnötig musste der SVS mit fünf Toren Rückstand in die Pause gehen.

Unvorbereitete Würfe aus dem Rückraum der Gastgeberinnen und weiterhin viele Fangfehler erlaubten es den Gästen, bei denen die ehemalige SVerin Julia Bergolte das Tor hütete, auch selbst mal Fehlwürfe abzuliefern. In ernsthafte Gefahr gerieten sie deshalb nicht. Beim 16:19 durch Muriel Jerrentrup kam Hoffnung auf, doch die Fehlerpalette ließ nichts weiter zu. Mit mehr Druck und Genauigkeit aus dem Rückraum und vor allem einem etwas ruhigeren Händchen im Passspiel wäre zumindest ein Punkt möglich gewesen.

Schedetal Volkmarshausen:Rein, Joel – Weise 6, Willenweber 4, Rutetzki 3/1, Doppe 2, Wahle 1, Jerrentrup 1, Stenzel, Kaps, Burg, Fiedler, Toll.

DSC trifft zu selten

Der Start in die neue Handballsaison der Frauen-Landesliga ging für den Dransfelder SC daneben. Er unterlag dem Northeimer HC II mit 15:19 (5:6). Nach dem Schlusspfiff stand den Gastgeberinnen die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Fassungslosigkeit überall auch bei Trainer und Betreuern. Dransfeld begann mit drei Neuzugängen in der Startsieben. Victoria Heinzen auf Rückraum Mitte, Linksaußen Kristin Bäcker und Jaqueline ter Fehr. Alle drei zeigten, dass sie eine Verstärkung für den DSC sind. Doch das allein reichte nicht gegen einen keinesfalls übermächtigen Gast aus Northeim. Victoria Heinzen übernahm Verantwortung, aber die Feinabstimmung passte nicht in allen Situationen. Auch Bäcker und Ter Fehr zeigten gute Ansätze. Der DSC ließ viele Chancen liegen und die Gäste nutzten das rigoros aus. Auch das Abwehrverhalten lief nicht wie gewünscht. Verzichten musste der DSC auf die drei Neuzugänge Kyra Gerke, Frederike Lübbers und Isabel Marienfeld, die verletzungsbedingt ausfielen. „Im Angriff lief es nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben, deshalb ist der Sieg für Northeim verdient,“ meinte letztlich Betreuer Benjamin Wüster.

Dransfelder SC: Kaufmann – Achler 5/4, Bäcker 3, Heinzen 2, Peters 2, Stey 1, Ter Fehr 1, Rettberg 1, A. Gerke, Böhm, Menn.

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