Fünf Gründe: Darum läuft es bei Dransfelds Handballerinnen so gut

Jubel oder Frust: Für Andreas Dallügge steht trotz drei Auftaktsiegen noch nicht fest, ob mehr möglich ist als Abstiegskampf. Foto: Schröter

Dransfeld. Vom Flop zu einer der Topadressen? Diese Aussage ginge Dransfelds Handballtrainer Andreas Dallügge nun wirklich zu weit. Aber: Seine Mannschaft ist auf einem guten Weg.

Die Handballerinnen des Dransfelder SC erleben in ihrer zweiten Landesliga-Saison ein völlig neues Gefühl, nachdem sie in der vorherigen Spielzeit sportlich abgestiegen waren und nur durch Rückzüge anderer Vereine gerettet wurden. Nach drei Auftaktsiegen mischen sie überraschend in der Tabelle oben mit. Und jetzt steht auch noch das erste Heimspiel gegen Nord Edemissen bevor. Das wird aufgrund von Renovierungsarbeiten in der Dransfelder Halle am Samstag in Gimte ausgetragen (18.30 Uhr). Im Vorfeld nennt Trainer Andreas Dallügge (45) fünf Gründe, warum es so viel besser läuft.

1.Die Neuen und die Ausgeglichenheit: „Leistungsmäßig sind nun alle Spielerinnen sehr dicht beieinander“, sagt Dallügge. Durch die Neuzugänge konnte die Verantwortung in schwierigen Spielsituationen auf mehrere Schultern verteilt werden. Rückraumspielerin Meike Grünewald (Plesse), sie spielte in der Jugend für Münden/Volkmarshausen, Außenspielerin Annika Gerke (Rhumetal) und die erfahrene Miriam Achler (Rückraum oder Kreis/ebenfalls zuvor HSG Plesse) haben sich als Verstärkungen erwiesen.

2.Die verbesserte Defensive. Abwehr und die Torhüterinnen Maike Uckermann und Sarah Armgart arbeiten in dieser Saison bislang viel effektiver und abgestimmter zusammen. Die Mannschaft zeigt im Zweikampf größeren Biss. Auch hier haben die Neuen zusätzlich eine positive Mentalität ins Team gebracht.

3.Blauäugigkeit abgelegt. Die Dransfelderinnen gaben in der zurückliegenden Spielzeit oft gute Ausgangspositionen leichtfertig aus der Hand. Mit der Dynamik und Aggressivität der Gegner war man oft überfordert. Mittlerweile hat sich das Team an das höhere Niveau angepasst. „Wir spielen entschlossener und sind zielstrebiger, es gibt weitaus weniger unkontrollierte Pässe“, hat Andreas Dallügge festgestellt.

4.Lehren gezogen. Nach dem Aufstieg in die Handball-Landesliga meinten die DSC-Damen, dass man es trotz der vielen Niederlagen am Ende schon irgendwie richten werde. Mittlerweile sind die Spielerinnen zu der Erkenntnis gelangt, dass in dieser Liga von der ersten Patie an der Einsatz stimmen muss. Die Zahl der fehlenden Aktiven an Spieltagen ist deutlich gesunken. Am Sonntag standen gleich 14 auf dem Berichtsformular

5.Gesteigertes Selbstvertrauen. Die drei Siege haben das Selbstwertgefühl der Truppe deutlich erhöht. Seit dem Erfolg in Katlenburg - gegen eine Mannschaft, die 2015/16 immerhin ein ausgeglichenes Punktekonto aufwies - weiß der DSC, dass er nicht nur gegen die Kleinen punkten kann. „Der Spaß am Handball ist einfach wieder da“, hat Dallügge bemerkt. Aber er warnt: Unsere sechs Punkte sind nur der Anfang auf dem Weg zum Klassenerhalt. Mehr bedeuten sie nicht!

Von Manuel Brandenstein

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