Ladehemmung in Auswärtsspielen

Dransfeld und Volkmarshausen gehen leer aus

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Im Getümmel: Volkmarshausens Enja Fiedler führt beim Spiel in Northeim den Ball und scheint Madelaine Reuter als Anspielstation zu suchen.

Nichts zu holen gab es für die beiden Frauenhandball-Landesligisten SV Schedetal Volkmarshausen und Dransfelder SC in ihren Auswärtsspielen.

Der SV Schedetal Volkmarshausen war beim Northeimer HC II völlig von der Rolle. Der Dransfelder SC unterlag beim MTV Braunschweig recht unglücklich.

Northeimer HC II – SV Schedetal Volkmarshausen 24:14 (14:7). Und täglich grüßt das Murmeltier: Nach einer starken Heimvorstellung folgte erneut umgehend eine schwache Auswärtsleistung. Der SVS lag von Beginn an zurück und konnte nicht mal Ansatzweise an die überzeugenden Vorstellungen in eigener Halle anknüpfen.

Die Gastgeberinnen zogen bis zur 22. Minute auf 10:3 davon. „Nur drei Tore in den ersten 20 Minuten zeigen deutlich, woran es bei uns diesmal haperte“, berichtete Trainer Lars Koltscynski. Sein SVS trat zwar ersatzgeschwächt an, doch das konnte keine Entschuldigung für diese Angriffsleistung sein. Die Mannschaft agierte viel zu ängstlich, es wurde nicht in die Lücken gestoßen und viele technische Fehler bestimmten das Spiel darüber hinaus. Die Gastgeberinnen nutzten das rigoros und bestraften die vielen Fehler umgehend. Zur Pause war die Messe fast schon gelesen. Koltscynski versuchte es mit einer siebten Feldspielerin, aber auch das funktionierte nicht. „Ich weiß nicht, was in den Köpfen meiner Spielerinnen so vorgeht. Man hat den Eindruck, als hätten wir das Handballspielen verlernt, sobald wir auswärts antreten“, so der Coach. Kann diese Schwäche nicht abgestellt werden, droht der SVS vielleicht doch wieder abzurutschen.

SVS: Rein, Körber – Fiedler 3/3, Haftendorn 2, Wahle 2, Weise 2, Jerrentrup 2, Hübner 1, Reuter 1, Knieke 1, Doppe, Stenzel.

MTV Braunschweig – Dransfelder SC 24:23 (13:12). Der Dransfelder SC kassierte beim nun punktgleichen MTV Braunschweig eine knappe Niederlage, die aber trotz großer personeller Sorgen hätte vermieden werden können. Mit Alexandra Menn und Anastasia Mosebach halfen zwei Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft aus. Pech hatte Miriam Achler, die schon nach acht Minuten verletzungsbedingt den Platz verlassen musste. In der 20. Minute führte der MTV Braunschweig mit 10:6. Doch der DSC zeigte Moral und konnte bis zur Pause auf 12:13 verkürzen. In Hälfte zwei war es ein Spiel auf Augenhöhe. Nach dem 15:14 brachten Alex Menn mit zwei Treffern, Meike Grünewald und Isabell Marienfeld den DSC mit 17:15 in Führung. Die Gastgeberinnen konterten und glichen zum 17:17 aus. In den letzten drei Minuten ging es Schlag auf Schlag. Die Gastgeberinnen konnten sich eine Zwei-Tore-Führung erarbeiten (23:21), doch Meike Grünewald und Annika Gerke schafften den Ausgleich zum 23:23 und der DSC stand vor einem Punktgewinn. 14 Sekunden vor dem Abpfiff trafen die Braunschweigerinnen aber doch noch einmal.

„Leider kamen wir diesmal nicht in unser Umschaltspiel und auch die Abwehr strahlte keine Sicherheit aus. Aber meine Mannschaft hat Moral bewiesen und hätte heute mindestens einen Punkt verdient gehabt“, sagte DSC-Trainer Lennart Pietsch.

DSC: Schorn, Scholz – Grünwald 9, Menn 4/3, Gerke 4, Marienfeld 4, Ter Fehr 1, Morgenstern 1, Mosebach, Heinzen, Achler.

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