Handball-Landesliga Frauen: Rhumetal sichert die Klasse erst auf den letzten Drücker

„Es passte einfach nicht richtig“

„Sehli“ macht Schluss: Die Rhumetalerin Claudia Schwarz (am Ball) hängt die Handballschuhe an den Nagel. Archivfoto:  zel

Katlenburg. „Es passte irgendwie von Anfang an nicht richtig“, fasst André Friedrichs die abgelaufene Spielzeit mit der HSG Rhumetal zusammen. Erst ein Punkt beim Saisonfinale gegen Salzgitter sicherte den Klassenerhalt in der Landesliga der Frauen.

Der Coach hatte zwar auf dem Papier einen zahlenmäßig starken Kader, „aber ich hatte nicht einmal das komplette Team zusammen. Das geht so nicht.“ Verletzungen warfen seine Truppe zusätzlich zurück. Auch der England-Aufenthalt von Dorothea Speit tat weh. Über die gesamte Spielzeit wurden Punkte hergeschenkt. „Oft reichten zehn unachtsame Minuten, um uns komplett aus der Bahn zu werfen“, hadert Friedrichs.

Freude hatte er aber an der Unterstützung der erfahrenen Spielerinnen aus der Zweiten und durch die A-Jugendlichen. „Sie haben uns immer weiter geholfen.“ Etwas heraus sticht dabei Julia Kliemann. Die talentierte Nachwuchsspielerin trumpfte speziell in Northeim und Göttingen stark auf.

In die gleiche Kerbe wie ihr Coach schlägt Manuela Dix. „Wir waren häufig nicht schlechter, haben den Gegner aber selbst stark gemacht“, klagt die erfahrene Linkshänderin. „Leider haben wir es nie geschafft, mal zwei oder drei Spiele mit demselben Team aufzulaufen. Es war insgesamt eine komische Saison.“ Ein großes Lob hat die Torjägerin ebenfalls für die „Aushilfen“ parat. „Sie waren immer da, wenn Not an der Frau war und haben sich gut integriert.“

Am letzten Spieltag flossen dann trotz des Klassenerhalts noch viele Tränen. Neben der unverwüstlichen Claudia Schwarz und Melanie Rode beendete auch Marnie Pieleck ihre Karriere. Verena Lindner (studienbedingt) und Charlotte Deppe trugen ebenso letztmals das Trikot der HSG. (zys)

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