Frauenhandball-Landesliga: Dransfelder SC hat Liga-Erhalt nicht mehr in eigener Hand

Nur ein Sieg am Doppelspieltag

Setzt sich am Wurfkreis des VfL Wittingen durch: Laura Santos. Foto: Pietsch

Dransfeld. Für den Dransfelder SC spitzt sich die Lage im Abstiegskampf in der Frauenhandball- Landesliga immer mehr zu. Am Freitagabend unterlag der DSC beim TSV Timmerlah mit 18:19 (9:12). Am Samstag gewann die Dallügge-Sieben gegen den VfL Wittingen mit 17:16 (9:7).

Trotz des Erfolges gegen Wittingen bleibt der DSC Elfter und damit auf einem Abstiegsplatz kleben. Samstag-Gegner Wittingen liegt mit 13 Punkten knapp vor dem DSC. Aus eigener Kraft können die Dransfelderinnen den Klassenerhalt nicht mehr schaffen. Jetzt müssen sie ihre Hausaufgaben machen, die letzten beiden Spiele gewinnen und auf einen Ausrutscher von Wittingen hoffen.

Timmerlah - Wittingen 18:19 (9:12). Am Freitagabend kam der DSC nur schwer in Tritt und lag gleich mit sechs Toren im Rückstand. „Die erste Hälfte war eine Katastrophe. Wir bekamen das Spiel nicht in den Griff und wir kamen auch nicht mit der Härte von Timmerlah klar“, sagte Trainer Andreas Dallügge. Bis zum 2:2 konnte der DSC noch mithalten. Dann häuften sich aber die Fehler, und Timmerlah zog auf 12:6 davon. Doch nun erwachte der Kampfgeist der Gäste. Bis zur Pause hatten sie den Anschluss geschafft. Direkt nach dem Wechsel zog Timmerlah auf 17:11 davon. Dransfeld gab sich aber nicht geschlagen und kam etwas näher heran. Die letzten zehn Minuten waren an Spannung kaum zu überbieten. Timmerlah führte 19:15 – alles schien gelaufen zu sein. Doch bei den Gastgeberrinnen lief es plötzlich nicht mehr. Die Dallügge-Sieben wurde stärker und ließ in den letzten zehn Minuten keinen Treffer mehr zu. Am Ende es nicht ganz reichen. „Da war heute mehr drin, doch auf Grund der schwachen ersten Hälfte haben wir uns diese Niederlage selbst zu zuschreiben“,so Dallügge.

DSC: Heppner, Renner - Thielecke 4/2, Santos 4, Schob 4, Menn 2/1, Mosebach 2, Jana Prang 1, Olschewski 1, Kürschner, Bobrink, Grandjean, Julia Prang.

DSC - Wittingen 17:16 (9:7).

Keine 24 Stunden später ging es gegen den VfL Wittingen, den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Dieses Spiel war nichts für schwache Nerven. Es war den Spielerinnen beider Mannschaften anzumerken, dass es um viel ging. Beide Mannschaften agierten nervös. Trotzdem legte die Dallügge-Sieben ein 3:0 vor. Der VfL Wittingen gab aber nicht klein bei. Durch einen Vier-Tore-Lauf lag er mit 4:3 vorn. Nun häuften sich die Fehler bei beiden Mannschaften. Vieles wirkte fahrig und unkonzentriert. Zur Pause führte Dransfeld mit 9:7.

Wittingen kam nach der Pause besser ins Spiel und konnte beim 11:11 ausgleichen. Doch dann zog der DSC auf 15:11 davon. Ein Garant war dabei Torfrau Meike Uckermann. Sie nagelte ihr Tor regelrecht zu und ließ die Gäste fast verzweifeln. Aber eben nur fast. Mit dem Mute der Verzweiflung rannte Wittingen nochmal an. Dransfeld gelang in den letzten fünf Spielminuten kein Treffer mehr, und die Gäste schlossen durch zwei Tore auf. Glücklicherweise fiel das letzte so spät, dass die Gastgeberinnen die verbleibenden acht Sekunden über die Runden brachten.

„Maike war heute der große Rückhalt für diesen Sieg. Jetzt besteht noch Hoffnung auf den Klassenerhalt. Diese kleine Chance wollen wir nutzen. Was dabei am Ende herauskommt, werden wir sehen“, so Andreas Dallügge.

DSC: Heppner, Renner, Uckermann - Menn 4/1, Mosebach 4, Grandjean 3, Schob 2, Santos 1, Bobrink 1/1, Jana Prang 1, Julia Prang 1, Hensel, Olschewski, Kürschner.

Von Rüdiger Pietsch

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