Frauen-Landesligisten vor Heimspielen

Spitzenreiter Geismar beim SV Schedetal

Hilke Doppe (rechts) und der SVS hoffen auf eine Überraschung.
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In der Frauenhandball-Landesliga wäre ein Heimsieg des SV Schedetal Volkmarshausen gegen den MTV Geismar eine Sensation (Samstag, 20 Uhr, Gimte). Aus Altkreissicht umgekehrt ist die Ausgangslage beim Dransfelder Heimspiel gegen Schlusslicht Plesse II (Sa., 18.30 Uhr).

Für den SVSist es das leichteste Heimspiel der Saison, denn diesmal erwartet wirklich niemand etwas von den Volkmarshäuserinnen. Die Geismarerinnen haben noch eine blütenweiße Weste ohne einen einzigen Verlustpunkt. Doch kampflos wollen sich die Gastgeberinnen nicht ergeben. „Klar, wir sind der absolute Außenseiter, dennoch rechne ich mir im Stillen etwas aus“, sagt SVS-Trainer Lars Koltscynski.

Wie gut Geismar momentan dasteht, hat der MTV im jüngsten Heimspiel gegen den damaligen Tabellenzweiten SG Zweidorf/Bortfeld bewiesen: Der designierte Oberliga-Rückkehrer fegte die SG mit 30:13 förmlich aus der Halle. Damit unterstrichen die Spielerinnen noch einmal, dass offensichtlich jeder Trainer mit ihnen Erfolg haben kann. Im Januar hatte es eine kleine Palast-Revolution gegeben, als einige Spielerinnen laut Medienberichten nicht mehr mit Trainer Marc Hampel zusammenarbeiten wollten. Hampel wurde entlassen, und das Traineramt übernahm wieder Lennart Versemann, mit dem der MTV im vergangenen Jahr aus der Oberliga abgestiegen war. Seitdem hat der MTV schon wieder vier Siege eingefahren und will auch in der Gimter Großsporthalle nicht stolpern. Im Tor steht übrigens mit Alena Linze eine ehemalige Volkmarshäuserin. SVS-Trainer Lars Koltscynski hat mehrere taktischen Varianten im Kopf. „Je nachdem, was Geismar im Angriff spielt, können wir problemlos unsere Abwehrformation ändern. Im Angriff müssen wir geduldig spielen und dürfen nicht zu früh abschließen. Denn wenn Geismar ins Rollen kommt, sind sie nicht zu stoppen.“

An das Hinspiel gegen Plesse II hat der Dransfelder SCkeine besonders gute Erinnerungen. Erst in den letzten Minuten sicherte man sich einen schmeichelhaften 27:26- Erfolg. Eine Sekunde vor Schluss gelang damals Theresa Rettberg der glückliche Siegtreffer. „Plesse hat eine sehr junge Mannschaft, die einen schnellen Ball spielt“, sagt DSC-Trainer Lennart Pietsch. „Darauf müssen wir uns einstellen. Das hat uns im Hinspiel vor große Probleme gestellt. In dieser Trainingswoche waren einige Spielerinnen gesundheitlich angeschlagen und wir konnten nur in Kleingruppen trainieren. Ich hoffe, dass bis Samstag einige wieder dabei sind.“ Am vergangenen Spieltag konnte die HSG Plesse/Hardenberg II gegen Eintracht Braunschweig ihren dritten Punkt einfahren. Und das ohne ihre gefährlichste Torjägerin Nele Behrens, die bisher 107-Mal getroffen hat. Doch will der DSC seinen zweiten Platz untermauern, zählt nur ein Sieg. 

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