In letzter Minute gerettet

SV Schedetal Volkmarshausen bejubelt Landesliga-Klassenerhalt

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Riesenfreude nach dem Abpfiff: Mannschaft und Trainerteam feiern den in letzter Minute erreichten Klassenerhalt. 

Der Optimismus der vergangenen Wochen hat sich ausgezahlt: Quasi in letzter Minute schafften die Landesliga-Handballerinnen des SV Schedetal Volkmarshausen doch noch den Klassenerhalt.

Drei Sieg reichten dem Team beim in eigener Halle ausgetragenen Entscheidungsturnier zwischen allen niedersächsischen Landesliga-Zehnten. Turniersieger wurde mit vier Erfolgen der Hannoversche SC II. Absteigen müssen MTV Ashausen/Gehrden, die HSG Phoenix aus Twistringen und der SV Osterfeine aus dem Kreis Vechta.

Letzterer hatte den Sonntag schon um 5.30 Uhr mit dem Beladen des Busses begonnen. Erst nach 18 Uhr war die letztlich auch noch erfolglose Reise in den Süden des Bundeslandes beendet. Mehr Frust geht wohl nicht.

Ganz anders die Gefühlslage bei den Gastgeberinnen. „Die Mannschaft war heute auf den Punkt topfit, nervenstark und hat als Team hundertprozentig funktioniert. Super, dass wir es nach einer schwierigen Saison doch noch geschafft haben!“, freute sich nicht nur Trainer Michael Orlob. Auch Spartenleiterin Martina Rülke war über ein weiteres Jahr Landesliga happy. „Das ist für den Verein sehr gut!“, meinte sie. Das trifft wohl zu. Denn schließlich bietet die Landesliga für die eigenen Talente eine deutlich bessere Perspektive als die Regionsebene, wo ein geregter Spielbetrieb immer schwieriger wird.

Der SV Schedetal startete mit einer 10:15-Niederlage gegen Hannover in das Turnier. Danach steigerte sich die von gleich drei Trainern gecoachte Mannschaft (Orlob, Koltscynski und Dörfler) von Spiel zu Spiel. Dem 15:10 gegen Phoenix folgte ein noch klareres 16:9 über Ashausen/Gehrden. Zum Abschluss stand die entscheidende Partie gegen den SV Osterfeine an. Die Führung der Gäste drehte der SVS blitzschnell. Das Team zeigte beim 20:12 eine Leistung, die in dieser Saison Seltenheitswert besaß: Kaum technische Fehler, ein sicheres Konterspiel und im Positionsangriff wurde stets die besser postierte Nebenfrau gefunden. Auf jeder Position wurde es für den Gegner gefährlich. Hinzu kam eine Abwehr, die die Bezeichnung „bissig“ endlich mal verdiente.

Für diesen Ausnahmetag stand stellvertretend Merle Rutetzki, die den Verein aus beruflichen Gründen verlässt: Bei ihrem Tor zum 8:4-Pausenstand zog sie von Halblinks über die Mitte und versenkte den Sprungwurf aus ungünstigem Winkel im linken oberen Eck – wohl auch für sie das Tor des Jahres. Die Partie geriet zu einer Demonstration der Volkmarshäuser Stärke. Völlig verdient sicherte sich der SVS den Klassenerhalt und hofft nun, dass ihm eine weitere Zittersaison erspart bleibt.

Turnier-Tore des SV Schedetal: Weise 14, Löhrer 8/1, Rutetzki 9, Toll 8, Jerrentrup 7/4, Gallo 5, Minde 3/2, Janotta 2, Wahle 2, Kalz 1, Stenzel 1, Doppe 1.

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