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SV Schedetal Volkmarshausen gewinnt Altkreisderby in Dransfeld

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Von: Manuel Brandenstein

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Michelle Weise (links) wirft hier eines ihrer Tore für den SVS. Rechts Miriam Leonard.
Kaum zu stoppen: Michelle Weise (links) machte für den SVS ein Klasse-Spiel und war beste Werferin ihrer Mannschaft. In dieser Szene kann Dransfelds Miriam Leonard nicht mehr eingreifen. © Manuel Brandenstein

Um ein Haar hätte der Dransfelder SC im Heimderby der Frauenhandball-Landesliga einen klaren Halbzeitrückstand noch wettgemacht. Doch am Ende fehlte auch etwas das Glück.

Dransfeld – Der Dransfelder SC musste beim 24:25 (11:15) gegen den SVS die zweite Punktspiel-Niederlage hintereinander hinnehmen.

Jahrelang hatten die Landesliga-Handballerinnen des SV Schedetal Volkmarshausen im Altkreisderby gegen den Dransfelder SC wenig zu bestellen gehabt. Doch mittlerweile hat sich vieles geändert und der SVS fuhr den zweiten Derbysieg in Folge ein. Von einer Wachablösung zu sprechen, wäre aber verfrüht, denn dafür besitzen die Dransfelderinnen noch zu viel individuelle Klasse. „Vielleicht hat sich heute das zukunftsorientierte Team durchgesetzt“, meinte SVS-Trainer Markus Piszczan.

Während die rund 100 Zuschauer in der kalten Halle „Lange Trift“ tapfer gegen eine im Winter denkbare Gasmangellage anfroren, entwickelte sich auf dem Spielfeld ein heiß umkämpftes Duell. Nach einer ausgeglichenen Startphase (5:5) trumpften bei den Gästen nun die Außen Michelle Weise, die ein Klasse-Spiel ablieferte und Christin Jaeger mit jeweils zwei Treffern auf. Beide warfen damit jenen Vier-Tore-Vorsprung heraus, der auch zur Halbzeitpause Bestand haben sollte. Auffällig bis dahin: Beide Torhüterinnen, die zu den besten der Liga zählen, spielten für ihre Mannschaften kaum eine Rolle.

Das änderte sich mit dem Wiederanpfiff. Jetzt drehte Dransfelds Lisa Schorn auf (am Ende mit u.a. vier gehaltenen Siebenmetern). Sie ermöglichte ihrer Mannschaft so die Aufholjagd. Die gestaltete sich aber zäh, denn beide Teams gerieten spielerisch aus dem Tritt. Dafür mitverantwortlich waren zahlreiche Spielunterbrechungen und insgesamt 14 Zeitstrafen in einer keineswegs unfairen Begegnung. Hier stimmte die Linie der Schiedsrichter nicht immer. So behauptete der SVS durch Marie Görtlers Überzahltreffer drei Tore Vorsprung zum 19:16 (43.). Dransfelds Victoria Heinzen erzielte das 17:19 und mit drei Zeitstrafen binnen zweieinhalb Spielminuten warf sich der SVS vorübergehend selbst aus der Bahn. Unter anderem gab es Bankstrafen nach Wechselfehlern. Angeführt von der starken Jacqueline Dörfler konnte nun der DSC, dem die oft treffsichere Meike Grünewald fehlte, aufschließen. Dörfler selbst markierte beim 20:20 (49.) den Ausgleich und nährte die Hoffnung, das Spiel noch drehen zu können.

Plötzlich traten bei den Gästen aber mit Muriel Jerrentrup und Luise Schuler zwei Rückraumspielerinnen in den Fokus, die zuvor kein einziges Mal getroffen hatten. Sie erzielten zusammen mit Julietta Schott den entscheidenden Vorsprung bis zum 25:23. Auf der anderen Seite kam bei Holztreffern (beispielsweise Rettbergs Strafwurf) Pech hinzu. Und SVS-Torhüterin Franziska Körber zeigte beim Konter gegen Isabel Rentsch ihre wichtigste Parade der gesamten Partie. Somit konnte Dörflers abschließender Treffer nichts mehr an der Derby-Niederlage ändern.

Dransfelder SC: Schorn – Dörfler 8/2, Ter Fehr 4, Grandjean 3, Rettberg 3/1, Windel 2, Rentsch 2, Heinzen 1, Leonard 1, Gerke, Kleinhans, Morgenstern.
SVS: Körber, Ma. Jerrentrup – Weise 8/1, Jaeger (5/3), Minde 4, Schuler 2, Mu. Jerrentrup 2, Schott 2, Toll 1, Dreßler, Görtler 1, Stenzel, Krumsiek, Kaps. (Manuel Brandenstein)

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