32:29 - TG Rotenburg besteht bei starken Eschwegern

Seine Tore trugen mächtig zum Auswärtssieg bei: Marcus Einhorn traf zwölfmal – davon siebenmal per Siebenmeter. Archivfoto: Walger

Eschwege. Einen heißen Tanz hatten Handball-Experten vor dem Landesliga-Spiel zwischen dem Eschweger TSV und der TG Rotenburg erwartet - und der würde es auch.

Am Ende hatte die TG Rotenburg nach großem Kampf das bessere Ende für sich: Mit 32:29 (15:11) gewann sie das Spiel. Hier sind die vier Phasen der Partie.

Der unruhige Beginn: Nervös ist der Beginn auf beiden Seiten. Fehlpässe und Fehlwürfe häufen sich. Beim 3:2 durch Philipp Haaß führen die Hausherren zum ersten Mal - beim 4:3 durch Vladut Vlad (7. Minute) allerdings zum letzten Mal. Nach zwei Toren vom Kreis durch Martin Denk und Jan-Oliver Holl liegen die Gäste wieder vorne (9.).

Schock für Eschwege: Ein Knackpunkt im Spiel ereignet sich schon in der 10. Minute: Beim weiten Pass von TGR-Torhüter Tomas Pankiewicz auf Simon Golkowski kommt ETSV-Torhüter Laurian Brici aus dem Kreis heraus. Er fängt den Ball, berührt aber seinen Gegenspieler. Ganz knappe Angelegenheit. Die Schiedsrichter entscheiden auf Rote Karte für Brici. Das ist hart, entspricht aber der Regel. Ein Knackpunkt im Spiel ist es, weil Eschweges zweiter Torhüter Marko Jakob zwar in der restlichen Spielzeit auch einige Paraden zeigt, aber in den entscheidenden Phasen in der zweiten Halbzeit bei den Würfen der Gäste kaum einmal die Hände an den Ball bekommt.

Die Eschweger wirken zunächst geschockt, die Rotenburger nutzen das aus und führen nach dem Treffer von Golkowski mit 8:4 (13.). Zwar fängt sich der ETSV und verkürzt durch Vlad auf 7:8. Aber die Rotenburger greifen in der Abwehr konsequent zu. Den Eschwegern fehlen zunächst die Mittel, um das Bollwerk regelmäßig zu knacken. So führen die Gäste zur Pause mit 15:11.

Vorsprung verteidigen: Zu Beginn der zweiten Halbzeit kommt ETSV-Spielertrainer Uwe Findeisen auf die Platte. In der Offensive wirkt das Spiel der Gastgeber nun durchdachter und schneller. Auch die Außen werden wie nach tollen Pässen wie von Mike Guthardt nun häufiger einbezogen. Die Eschweger verkürzen und sind immer wieder bis auf ein Tor dran - so wie nach dem Tor zum 20:21 durch Haaß in Unterzahl (42.). Dass sie den Rotenburgern in der Folge immer einen, zwei oder drei Treffer hinterherlaufen, liegt aber auch an den Gästen, die immer wieder treffen. Ob von Außen, aus dem Rückraum oder durch den sicheren Siebenmeterschützen Marcus Einhorn (sieben Siebenmeter-Tore) - immer wieder liegt der Ball im ETSV-Tor. Das Eschweger Team und die Fans hadern häufig mit dem Schiedsrichter-Gespann. So fehlt auch ETSV-Trainer Liviu Pavel das „nötige Fingerspitzengefühl“ beim Vergleich der Entscheidungen. In der 52. Minute führt die TGR mit 28:24.

Hektische Schlussphase: Dennoch wird es am Ende nochmal hektisch, denn die Eschweger geben sich nicht auf und kämpfen bis zum Schluss. Jan Siegel trifft zum 25:28. Beim Eschweger Tempogegenstoß kurz darauf entscheiden die Schiedsrichter dann auf Wechselfehler. Zwei-Minuten-Strafe gegen die Gastgeber. Aber auch die Gäste bekommen kurz darauf eine Zwei-Minuten-Strafe. Als Vlad auf 26:28 verkürzt, keimt Hoffnung beim ETSV auf, die aber Golkowski mit zwei Toren zum 30:26 (57.) zerstört.

Eschwege: Brici, Jakob, Gebhardt - Gebhardt, Meyer 2, Vlad 9, Haaß 5, Guthardt 5/2, Spannknebel 2, Siegel 2, Findeisen 3, Vaupel 1, Wagner, Strauss Rotenburg: Pankiewicz, Pontow - Eimer, Einhorn 12/7, Teichmann, Denk 3, Köhler, T. Balic 3, Golkowski 7, B. Balic, Gerlach, Ebenhoch 1, J.-O. Holl 4, D. Holl 2.

Von Manuel Kopp

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