35:36 - tolle Moral der TG Rotenburg gegen TSV Korbach nicht belohnt

Wenn Leidenschaft gefragt ist, geht er voran: Rotenburgs Kreisläufer Jan-Oliver Holl kämpfte mal wieder aufopferungsvoll. Er hatte einige starke Szenen - und Pech, als in der Schlussphase ein Heber nicht den Weg ins Netz fand. Foto: Walger

Rotenburg. Trotz vieler Ausfälle bietet die TGR in einer packenden ihren favorisierten Gästen einen packenden Fight.

Auf Augenhöhe haben sich die Landesliga-Handballer der TG Rotenburg gegen den Tabellendritten über 60 Minuten präsentiert. Am Ende fehlte ihnen nur ein Törchen beim 35:36 (17:18), um einen eigentlich verdienten Punkt zu Hause zu behalten.

Im Vorfeld der Partie hatte TGR-Coach Robert Nolte etwas versprochen: Dass seine Jungs alles geben werden, um trotz der zahlreichen Ausfälle so gut es geht mitzuhalten. Es war kein leeres Versprechen. Bis zur letzten Sekunde gaben die Rotenburger Vollgas und wehrten sich.

Der Schachzug des Trainerduos Robert Nolte/Uwe Mäusgeier, erstmals eine 6:0-Deckung mit zwei offensiv ausgerichteten Außen aufzubieten, ging auf. Der gefürchtete Korbacher Linksaußen Christoph Reinbold bekam das lange zu spüren. „Eini hat das hervorragend gemacht gegen ihn, solange wir kompakt in der Abwehr gestanden haben“, lobte Robert Nolte seinen Rechtsaußen Marcus Einhorn. Dem eilt eigentlich nicht der Ruf eines Deckungsspezialisten voraus.

Spitzer Winkel? Egal!

Und was Einhorn in der Offensive gemacht hat, war ohnehin überragend. Egal wie spitz der Winkel auch war - er brachte den Ball im Kasten unter. Neunmal traf er insgesamt, viermal davon von der Siebenmetermarke.

Dumm nur, dass sein Gegenpart Reinbold noch erfolgreicher war. Im zweiten Durchgang baute der sein Konto von drei auf zwölf Tore aus.

Ein Aktivposten auf TGR-Seite war René Möller. „Er hat einfach geil gespielt“, lobte Robert Nolte den Mann, der in der Abwehr den verletzten Tomislav Balic sehr gut vertrat. Dabei hatte der Nachrücker unmittelbar zuvor schon in der Reserve gespielt.

„Wir haben einen guten Kampf geliefert. Trotz vieler technischer Fehler und Fehlwürfe sind wir immer drangeblieben, das hat Spaß gemacht“, stellte René Möller ohne jeden Anflug von Enttäuschung fest. Dazu bestand auch kein Anlass. „Unterm Strich müssen wir unsere Leistung ganz, ganz positiv sehen“, pflichtete ihm Robert Nolte bei.

Die Führung wechselte von der ersten Minute an hin und her. Das 16:18 für Korbach durch Vince Schmidt war die erste Zwei-Tore-Führung des gesamten Spiels (29.). Nach dem Wechsel hatten meist die Korbacher die Nase knapp vorn. „Wir hatten dann zu viele Unterzahlsituationen - warum auch immer“, stellte Robert Nolte vielsagend fest. Mehrfach hatten die Gäste sogar zwei Spieler mehr auf dem Parkett. Absetzen konnten sie sich aber nicht. Das ließen die nie aufsteckenden Rotenburger nicht zu. Als Christian Eimer eine Pirouette drehte und zum 27:27 traf (49.), war der TSV wieder eingefangen. Es war der erste Gleichstand nach der Pause.

Zwischenspurt

Die Vorentscheidung fiel, als die Korbacher in der Abwehr Beton anrührten und von 31:30 (52.) innerhalb von vier Minuten auf 35:31 enteilten. Doch selbst diese bittere Phase entmutigte die Rotenburger nicht. Allein dafür hätten sie am Ende ein Remis verdient gehabt.

TG Rotenburg: Schuster, Schmidt - Eimer (2), Einhorn (9/4), Möller (3/1), Köhler (3), Debus (2), Golkowski (5), B. Balic (4), D. Holl (4), J.-O. Holl (3), Wassermann

Schiedsrichter: Hau/Kremser (FT Fulda/SG Hainzell)

Zuschauer: 220

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