Handball-Landesliga Nord, Männer: Korbach müht sich zu 35:32 gegen Schlusslicht

TSV Korbach: Trotz Sieg nicht zufrieden

Talent in Aktion: Vince Schmidt vom TSV Korbach setzt sich in dieser Szene gegen die Wanfrieder Milos Milosavljevic (links) und Nico Weiß durch. Foto: Spitzkopf

Korbach. Trotz eines 35:32 (19:16)-Sieges gegen den VfL Wanfried waren die Handballer des TSV Korbach nicht zufrieden. „Mit der gezeigten Einstellung werden wir nächste Woche das Spiel in Landwehrhagen deutlich verlieren“, zog Spielertrainer Florian Ochmann eine enttäuschende Bilanz nach der Partie gegen den Tabellenletzten.

Wie so oft passten sich die Kreisstädter dem Niveau des Gegners an. Zwar war der Erfolg gegen den Aufsteiger ungefährdet, allerdings konnte sich der TSV vor 300 Zuschauern zu keiner Zeit entscheidend absetzen.

Während die Korbacher im Angriff eine ordentliche Vorstellung zeigten, war der Auftritt in der Abwehr nicht berauschend. „Wir haben in den ersten 20 Minuten eine gute Leistung geboten, dann aber nicht mehr die nötige Einstellung und Leidenschaft an den Tag gelegt, einen Gang zurück geschaltet und gedacht, dass wir auch mit verminderter Leistung das Spiel nach Hause schaukeln können“, reagierte Ochmann verärgert und fügte hinzu: „Aber dazu sind wir nicht gut genug.“

Wanfried auf der anderen Seite präsentierte sich nicht wie ein abgeschlagenes Schlusslicht und machte den Kreisstädtern mit langen Angriffen immer wieder das Leben schwer. So war VfL-Trainer Heiko Illian trotz der Niederlage zufrieden. „Wir haben den Vorbericht gelesen und wussten von der Einstellung der Korbacher, uns einfach so als Absteiger abschießen zu wollen und haben uns deshalb besonders vorbereitet.“ Er fügte hinzu: „Korbach hat, aufgrund seiner sehr guten ersten und zweiten Welle, verdient gewonnen.“

Auf Korbacher Seite merkte man dagegen, dass die Kreisstädter personell nicht auf der Höhe waren. Rückraumspieler Mark Potthof war erneut durch eine Erkältung geschwächt, Dave Alscher konnte wegen einer Magen-Darm-Grippe überhaupt nicht antreten, vor allem in der Abwehr wurde das Talent schmerzlich vermisst. Dafür gab Ochmann Spielern aus der zweiten Reihe wie Tim Sonnenschein, Lukas Westmeier oder Nico Emde viele Einsatzzeiten. Garant für den Heimsieg war am Ende Linksaußen Frieder Schmidt, der elf Tore – viele davon im Gegenstoß – erzielte. Auch Jan Pollmer und Torhüter Patrick Fingerhut zeigten eine gute Vorstellung.

Tore für Korbach: Schmidt 11, Pollmer 7/2, Sonnenschein 1, Potthof 6, Hujer 4/4, Ochmann 3, Buchloh 3. (wsx/red)

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