Handball-Landesliga: Landwehrhagens Linksaußen nicht zu stoppen – 25:18 gegen Ost-/Mosheim in entscheidender Partie

Adam führt HSC zum Klassenerhalt

Steuerte neun Tore bei: Marc Adam zeigte noch mal eine starke Leistung im HSC-Trikot. Hinten Gästespieler Björn König.

Landwehrhagen. Riesenjubel beim HSC Landwehrhagen: Die Handballer aus dem Obergericht werden auch in der kommenden Saison der Landesliga angehören. Und zwar deshalb, weil das Team im entscheidenden Moment die Nerven behielt und den direkten Konkurrenten aus Ost-/Mosheim durch einen 25:18 (6:6)-Heimsieg in die Bezirksoberliga schickte.

„Ich bin unheimlich stolz auf meine Mannschaft. Jetzt können wir erst mal feiern“, meinte Sven Hinz nach dem letztlich souveränen Erfolg. Doch bis es soweit war, benötigten die HSC-Fans unter den rund 200 Zuschauern in der auch dank der Gästefans gut gefüllten Staufenberghalle viel Geduld. Und zwar so viel wie noch nie zuvor. Sage und schreibe zwölf Minuten dauerte es, ehe Landwehrhagens Patrick Zimmermann das erste Tor überhaupt an diesem Abend erzielte. Beide Mannschaften hatten sich in dieses Endspiel förmlich reingewühlt, doch beim Wurf waren bis zu diesem Zeitpunkt viele zitternde Hände zu spüren. Das wurde bis zum Halbzeitpfiff nicht besser. Die besonders im Rückraum durch Ausfälle geschwächten Gäste waren 23 Minuten lang ausschließlich durch vier Strafwürfe zum Erfolg gekommen. Erst dann markierte Adrian Barbura das erste Feldtor für seine Farben. Das war zur Ost-/Mosheimer 5:4-Führung, und der HSC, bei dem Sven Hinz konsequent von Wojtek Lalek in Manndeckung genommen wurde, benötigte Marc Adams Treffer mit dem Pausenpfiff, um nicht mit einem Rückstand in die Kabine zu gehen.

Im zweiten Durchgang löste sich auf beiden Seiten die Anspannung, und endlich fielen wieder mehr Tore. In der entscheidenden Phase bis zur 45. Minute konnte der HSC besonders auf die Klasse von Marc Adam bauen. Der Linksaußen verschliss mehrere Gegenspieler und war kaum zu stoppen. „Er hat uns das Selbstvertrauen gegeben, das für die Wende in diesem Spiel nötig war“, verteilte Sven Hinz ein Extralob. Plötzlich führte der HSC mit 13:9, wenig später sogar 18:11, und Hallensprecher Dirk Zeidler legte am CD-Spieler „Highway to Hell“ auf. Das passte zur rasanten Talfahrt der Ost-/Mosheimer in dieser zweiten Hälfte, in der sie unter anderem vier Treffer in eigener Überzahl hinnehmen mussten.

Deshalb zeigte sich Trainer Mario Lubadel auch als fairer Verlierer: „Das Ergebnis geht in Ordnung. Wir konnten über die ganze Saison unsere Ausfälle nicht kompensieren. Jetzt werden wir zwei Wochen trauern, aber dann werde ich alle Spieler in die Pflicht nehmen und gemeinsam einen neuen Anlauf versuchen.“

HSC: Hüsken, Herzfeld – Adam 9/1, Feckler 4, Brücker 3, Hinz 3, Hörder 2, Zimmermann 2, Heyne 1, Maier 1, Merwar, Beinhauer, Höpcke.

Von Manuel Brandenstein

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