Handball-Landesliga: HSC Landwehrhagen mit 29:18-Pflichtsieg gegen junges Fuldataler Team

Adam trifft selbst aus 30 Metern

Gleich wird es hektisch: Paul Helbing (links) und Bruno Gerner nehmen Landwehrhagens Patrick Beinhauer in die Zange. Aus dieser Szene entwickelt sich ein heftiges Gerangel, das zwei Rote Karten zur Folge hat. Foto: Frankfurth

Landwehrhagen. Mit einer bärenstarken ersten Halbzeit legte Handball-Landesligist HSC Landwehrhagen den Grundstein zum klaren 29:18 (15:6)-Heimsieg gegen Schlusslicht HSG Fuldatal-Wolfsanger.

In der Tabelle hat sich für den HSC nichts geändert, da auch der direkte Konkurrent im Abstiegskampf, der TSV Ost-/Mosheim, zu einem Erfolg gegen Wanfried kam.

Die Gastgeber demonstrierten in den ersten 30 Minuten einen Klassenunterschied. Die HSC-Abwehr war für die extrem jungen Gäste schier unüberwindbar. Fast 13 Minuten lang mussten sie auf ihren ersten Treffer warten, da stand es aber schon 8:1. Landwehrhagen nutzte seine weitaus größere Erfahrung und seine größere Wucht im Angriff rigoros aus. Besonders Linksaußen Marc Adam, der von mehreren, langen Zuspielen durch Torhüter René Hüsken profitierte und Linkshänder Louis Feckler im rechten Rückraum waren nicht zu stoppen. So machten sie am Samstagabend wieder einmal deutlich, welch herber Verlust ihr Wechsel nach Baunatal darstellen wird. Einer der Höhepunkte war Marc Adams Treffer aus 30 Metern. Sein langer Pass bei einem Konterangriff ging an Freund und Feind vorbei und landete im Netz. Da durfte schon mal geschmunzelt werden.

Doch zur Lachnummer wollten die talentierten Fuldataler nicht verkommen. Schon in der ersten Hälfte ließ die junge Truppe von Hazim Prezic, der sieben Spieler unter 20 Jahren in den Kader genommen hatte, den Ball gut laufen, zeigte Biss und Zusammenhalt. Das große Manko: Null Gefahr aus dem Rückraum. Aber der Kampf stimmte. Die Aggressivität kochte sogar hoch, weshalb HSC-Trainer Sven Hinz drei Minuten vor Schluss trotz klarster Führung eine Auszeit nahm. „Ich wollte einfach Ruhe reinbringen und verhindern, dass wir uns weiter in Zweikämpfen aufreiben und provozieren lassen.“ Letzteres passierte dann doch noch. Patrick Beinhauer, der auf Halblinks Marc Adam sehenswert einsetzte, ging im Zweikampf mit Paul Helbing zu Boden und wurde auch noch getreten. Beinhauer trat zurück und wurde anschließend von Fuldatals ansonsten gutem Spielmacher Fynn Welch stürmisch angegangen. Die Folge: Rot für Beinhauer und Welch. „Zum Glück wird das keine Sperre nach sich ziehen“, konnte Sven Hinz dennoch aufatmen. Der Trainer der Gäste, Hazim Prezic, meinte: „Wir können mit dieser Mannschaft etwas aufbauen. Sie haben sich auch heute immer gut gewehrt.“ HSC Landwehrhagen: Hüsken – Adam 14/4, Feckler 5, Brücker 3, Heyne 2, Höpcke 2, Hinz 1, Maier 1, Merwar 1, Hörder, Beinhauer. Tore HSG: F. Welch 5/4, Rösler 4, Krätzig 2, Gerner 2, Arend 2, T. Welch 1, Kroll 1, Helbing 1.

Von Manuel Brandenstein

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