Alsfelder fühlen TVH auf den Zahn

Bad Hersfeld. Ein Treffer von Philipp Koch mit der Schlusssirene hat die Handballer des TV Hersfeld jubeln lassen. Die Mannschaft von Trainer Dragos Negovan rettete damit ein knappes 29:28 (15:13) beim überraschend starken TV Alsfeld und bleibt verlustpunktfrei an der Spitze der Landesliga.

Dabei hatte der TVH stark begonnen. Nach zehn Minuten hatten sich die Gäste auf 9:4 abgesetzt, waren im Angriff sehr effektiv gewesen. „Dann aber hat die Konzentration nachgelassen“, berichtet Betreuer Jörg Renkel. „Wir waren zwar im Angriff effektiv, haben aber in der Defensive zu passiv agiert und standen vor allem nicht im Verbund.“ Die Folge: Alsfeld kam zum 10:10-Ausgleich. Die Halle in Treysa brodelte. Immerhin rettete der TVH ein 15:13 in die Pause.

Die richtigen Worte

Dort fand Trainer Dragos Negovan dann wohl die richtigen Worte, denn mit Beginn der zweiten Hälfte zog der TVH wieder davon. Bis zur 38. Minute setzte sich die Mannschaft auf 21:16 ab, der Auswärtssieg schien eingetütet.

Doch zu früh gefreut: Die zweite Hälfte wurde zum Spiegelbild der ersten, wiederum ließen die Hersfelder die Gastgeber zurück ins Spiel kommen, leisteten sich selbst zu viele Fehlwürfe.

Die Konsequenz war eine dramatische Schlussminute. 28:27 führten die Hersfelder 14 Sekunden vor dem Ende, als Alsfeld einen Siebenmeter zugesprochen bekam. Jan-Uwe Berz verwandelte sicher zum Ausgleich. Noch sechs Sekunden – und die im Jubel etwas zu früh nachlassende Konzentration der Gastgeber nutzte Peter Köpke, der immer mehr zum Denker und Lenker des TVH-Spiels wird, und passte auf Philipp Koch, der von Rechtsaußen traf. Der TV Alsfeld legte zwar Protest gegen den Treffer ein, doch Jörg Renkel räumt diesem wenig Chancen ein.

TVH: Kretz, Hüter, Fohr – Köpke (5), M. Krause (2), Kemmerzell (9/1), Kromm (1), Förtsch (1), Koch (3), Hampe, Wiegel, Matthiessen (6), A. Krause (2), Kehl.

Von Rainer Henkel

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