Handball-Landesliga: Aufholjagd nicht belohnt

Hofgeismar/G. auch beim 32:33 gegen Melsungen II im Pech

Kreisspieler im Anflug: Jan-Erik Kleinschmidt belebte das Spiel der SHG Hofgeismar/Grebenstein. Foto: Hofmeister

Hofgeismar. Sie haben wieder toll gekämpft, doch am Ende standen sie wie beim 27:28 gegen den TV Alsfeld auch gegen den zweiten Aufstiegskandidaten MT Melsungen II mit leeren Händen da.

Nach einer tollen Aufholjagd in der letzten Viertelstunde, musste sich Handball-Landesligist SHG Hofgeismar/Grebenstein erneut knapp mit 32:33 (20:20) geschlagen geben. „Das war wie gegen Alsfeld eine tolle Leistung meiner Mannschaft, die leider wieder nicht mit einem Punkt belohnt wurde“, betrachtete SHG-Trainer Stefan Böttcher diese Partie als ein „Déjà-vu-Erlebnis“ zur Vorwoche.

Zwischen dem Tabellenneunten und dem Vierten entwickelte sich in der ersten Halbzeit eine schnelle und wie erwartet sehr torreiche Partie. Dabei hatten die Gäste leichte Vorteile und führten die meiste Zeit mit einem oder zwei Toren. Zwischen der 12. und 14. Minute lagen sie sogar dreimal mit drei Toren in Führung. Die SHG-Deckung bekam dabei den bundesligaerfahrenen Kreisläufer Petr Hruby einfach nicht in den Griff, der allein in der ersten Hälfte sechs Tore erzielte und dabei immer wieder von Mario Schanze in Szene gesetzt wurde.

Erst durch eine kurze Deckung von Sebastian Frank und später von Pelle Schilke gegen Schanze konnten seine Kreise etwas mehr eingeschränkt werden. Schilke überzeugte vor allem in der ersten Halbzeit auch im Rückraum, als er Philipp Schröer entlastete und drei Tore warf. Aus der jungen Garde setzte sich auch Jan-Erik Kleinschmidt nach seiner Einwechselung mit zwei Toren am Kreis gut in Szene. So gelang kurz vor der Pause durch Schilke, Maic Fehling per Tempogegenstoß und durch Benjamin Fehling per Siebenmeter die erstmalige 20:19-Führung, bevor MT-Rückraumschütze Janik Kothe den 20:20-Pausenstand markierte.

Deutlich weniger Tore gab es in der zweiten Halbzeit zu sehen. Bei den Gastgebern war nun im Spiel nach vorne der Faden gerissen und die schnellen Gäste nutzten die Fehler, um sich über 24:20 scheinbar vorentscheidend auf 30:22 absetzten. In der von Böttcher einberufenen Auszeit schwor der erneut überzeugende Torhüter Jann Müller seine Mitspieler noch einmal lautstark auf die letzte Viertelstunde ein.

Dies zeigte seine Wirkung. Die SHG kämpfte sich jetzt ins Spiel zurück. Nach einem von Müller parierten Siebenmeter gegen Schanze und den Toren von Maic und Benjamin Fehling sowie von Kleinschmidt war beim Stand von 29:31 drei Minuten vor Schluss wieder ein Punkt in Reichweite. Auch nach dem 29:32 verkürzten Schröer und Florian Lindemann auf 31:32.

Ein gegen Lindemann nicht mit Siebenmeter geahndetes Foul hätte vielleicht sogar den Ausgleich gebracht, ehe Matthias Kienast 35 Sekunden vor Schluss alles klarmachte. Der schnelle Anschluss von Simon Adam kam danach zu spät.

SHG: Müller (1.-30.,35.- 60.), Brand (31-35.,1 7M) – B. Fehling (5/3), F. Fehling, Gerhold (1), Simon (1), Lindemann (1), Helling (3), M. Fehling (3), Adam (5), Schröer (5), Kleinschmidt (5), Frank, Schilke (3).

Melsungen II: Gröning, Meurer – Dietrich, Kienast (4), Hruby (9), Bärthel (2/1), M. Kothe (2), Schanze (5/3), Ploch, Lanatowitz (3), J. Kothe (4/1), Petersen (4), Otto.

Zuschauer: 140. Schiedsrichter: Wagener (TV Külte)/Jensen (HSG Twistetal)

Spielverlauf: 1:3 (4.), 5:8 (12.), 7:10 (14.), 11:12 (18.), 14:16 (24.), 17:19 (27.), 20:19 (28.), 20:24 (35.), 22:25 (39.), 22:30 (43.), 25:31 (51.), 29:31 (57.), 31:32 (59.), 31:33, 32:33 (60.).

Von Michael Wepler

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