Am 9. Mai könnte es in Landwehrhagen zum Showdown kommen Feckler und Adam gehen

HSC bangt um Klassenerhalt

Marc Adam

Landwehrhagen. Handball-Landesligist HSC Landwehrhagen steht im April und Mai vor der entscheidenden Phase dieser Saison (die Ansetzungen siehe links).

Seit dem Dezember hat die Mannschaft sechs Punkte von ihrem Vorsprung auf die gefährdete Tabellenregion verspielt. Zudem platzt mitten in den Abstiegskampf die Meldung, dass zum Saisonende zwei Leistungsträger den Verein verlassen werden.

Torjäger Louis Feckler und Linksaußen Marc Adam wechseln, so Spielertrainer Sven Hinz, zum Ligakonkurrenten HSG Baunatal. „Die Entscheidung der beiden hat mir schon weh getan, aber wenn man sie trotz langer Gespräche nicht umstimmen kann, dann ist das eben so“, meint Hinz. Noch im vergangenen Jahr habe Feckler, der 2010 vom TSV Wolfsanger gekommen war, Angebote anderer Vereine, darunter auch von Oberligisten, abgelehnt. Jetzt will er offenbar mal bei einer Mannschaft mit Ambitionen auflaufen. „Dennoch bin ich sicher, dass beide bis zum Saisonende alles für den HSC geben werden“, sagt Hinz.

Und das dürfte auch nötig sein. Die Landwehrhäger haben zwar noch einen Punkt Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz (siehe den Hintergrund links), doch aufgrund fehlender Schiedsrichter bekommt er noch zwei Punkte abgezogen. Da Ost-/Mosheim aus dem selben Grund einen Punkt verliert, haben beide tatsächlich nur zwölf Punkte auf dem Konto. Und so dürften die letzten sechs Saisonspiele für den HSC ziemlich nervenaufreibend werden. Hinz rechnet sogar „mit einer Art Endspiel am 9. Mai“, dem Samstag, an dem Ost-/Mosheim in Landwehrhagen gastiert.

Der HSC kann sich aber nicht allein auf diese Partie verlassen. Schließlich tritt Ost-/Mosheim bis dahin noch zwei Mal gegen das abgeschlagene Schlusslicht Wanfried an. Zwei Partien, aus denen für die Hochländer vier Punkte Pflicht sind.

Andererseits fordert Hinz von seiner Mannschaft nach mittlerweile neun Punktspielen ohne einen Sieg endlich wieder ein Erfolgserlebnis ein. Schon am Samstag in Hünfeld sollte sein Team nicht chancenlos sein.

Dort zwei Punkte, dann Heimsiege gegen Hainzell und Fuldatal, und schließlich der Pflicht-Sieg im „Show-Down“ gegen Ost-Mosheim, dann sollte Spielertrainer Hinz auch in seiner vierten Saison als verantwortlicher Coach den Klassenerhalt erreicht haben.

Ähnlich spannend war es nur in seiner Premierensaison 2011/12, als der HSC als Zehnter der Abschlusstabelle eigentlich schon abgestiegen war, aber gerettet wurde, weil Vellmar doch noch den Oberliga-Klassenerhalt schaffte, und sich dadurch die Zahl der Landesliga-Absteiger reduzierte. Seitdem steigerten sich die Landwehrhäger kontinuierlich. Sie wurden zunächst Zehnter (mit acht Punkten Vorsprung zur Abstiegszone) und dann sogar Sechster. Doch die Konkurrenz hat aufgerüstet, sodass der HSC nun wieder einmal bangen muss. Fotos: Frankfurth

Von Manuel Brandenstein

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