Handball-Landesliga: 32:25 gegen Hofgeismar/Grebenstein – Torwart Fohr überragt

TVH begeistert seine Fans

Zehnfacher Torschütze für den TVH: Marco Kemmerzell. Foto: Walger

Bad Hersfeld. Am Anfang war’s holprig, danach ein hartes Stück Arbeit. Später wurde es deutlich, und am Ende stand der Jubel über den ersten Heimsieg der Saison: Handball-Landesligist TV Hersfeld gewann mit 32:25 (16:14) gegen die HSG Hofgeismar/Grebenstein. Der Saisonstart ist mit 4:0 Punkten geglückt. Und Trainer Dragos Negovan sprach aus, was die 250 Zuschauer in der Geistalhalle begeistert hatte: „Wir haben ein tolles Landesligaspiel gesehen.“

Eine gute Viertelstunde lang kamen die Hausherren überhaupt nicht zurande. Gegen die wie eine Wand stehende Hofgeismarer Deckung wirkte Hersfelds Rückraum ratlos. Auch die durchaus raue Gangart der Gäste machte dem TVH zu schaffen. 6:9 lag der TVH zurück, bevor Trainer Negovan Stefan Fohr für Kai Hüter ins Tor beorderte. Die Folgen waren schnell sichtbar. Fohrs Paraden verunsicherten die Gäste, die so selbstbewusst begonnen hatten, zusehends, und im selben Maß fanden die Hersfelder ihre Kombinationssicherheit.

Sechs Minuten lang ließ die Abwehr, in der nun Neuzugang Peter Köpke offensiv agierte, keinen Treffer Hofgeismars zu – und plötzlich stand es 11:9.

Christian Rohde, zweiter Neuer im Team, drehte nun auf. Der Ex-Gensunger trat auf, als sei er seit eh und je Bestandteil des TVH-Rückraums. Er kompensierte so das Manko, dass Andreas Krause grippegeschwächt wenig Einsatzzeit bekam. Hofgeismar blieb jedoch im Spiel: Bis zur Pause gelang es dem TVH nicht, entscheidend wegzuziehen.

Den Druck erhöht

Doch nach dem Seitenwechsel verstärkte sich der Druck. Auch Marco Kemmerzell dirigierte nun effektiver und war gewohnt sicher vom Siebenmeterpunkt. „Wir haben 60 Minuten gefightet“, resümierte Trainer Negovan und wusste auch den einfachen Grund: „Wir waren geil auf dieses Spiel!“ Das spürten auch die Zuschauer, die den TVH mit rhythmischem Klatschen anfeuerten.

Und der ließ sich jetzt die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Auch die Rote Karte gegen Peter Köpke (47.), eine zu harte Entscheidung der Unparteiischen, brachte die Hersfelder nicht mehr vom Kurs ab.

Die Konzentration der Gäste ließ nach, der TVH baute seinen Vorsprung auf vier Tore (26:22/50.) und wenig später auf fünf Tore (29:24/57.) aus. Der Rest war Schaulaufen – und Beifall für den besten Mann auf dem Feld: TVH-Keeper Stefan Fohr, der mit 17 Paraden begeistert hatte.

TV Hersfeld: Hüter (1. – 15.), Fohr (16. – 60.), Kretz – Köpke (3), Kemmerzell (10/8), Kromm (1), Förtsch (1), Koch (2), Hampe, Wiegel (4), Rohde (6), Matthiessen (4), A. Krause (1), Kehl.

Zuschauer: 250; Rot: Köpke (TVH, 47.)

Von Rainer Henkel

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