Körles Jan-Magnus Berninger fällt bis Februar nächstes Jahr aus

Landesliga-Derby: Bruderduell in Melsungen

Gut in Form: Melsungens Kreisläufer Christopher Barth, hier in der Partie gegen Ost/Mosheim. Foto: Hahn

Melsungen/Körle. Das Nachbarschafts-Derby in der Handball-Landesliga lockt. Am Samstag (17.30 Uhr) erwartet die MT Melsungen II die MSG Körle/Guxhagen. Die Gastgeber sind als Spitzenreiter (18:2 Punkte) der Favorit im Duell mit den sechstplatzierten Körlern (11:9).

1.Die Vorgeschichte: Es ist schon eine besondere Konstellation, dass zwei Vereine in derselben Klasse aufeinandertreffen, die zusammen eine gemeinsame Jugendarbeit haben. Zudem ist es spannend, dass mit Matthias Kienast, Julian Lanatowitz, Tim Ploch und Jannis Kothe gleich vier Spieler Körle/Guxhagens schon das Melsunger Trikot trugen und nun besonders motiviert sein dürften. „Die Spieler kennen sich sehr gut. Das macht es noch interessanter“, sagt MT-Coach Georgi Sviridenko.

2.Die Form: Die Bundesliga-Reserve ist noch ungeschlagen, musste bisher aber bereits zweimal die Punkte teilen. Die MSG steht für einen Aufsteiger sehr gut da, mit elf Punkten aus zehn Spielen liegen die Körler auf dem sechsten Tabellenplatz und zeigten auch gegen deutlich favorisierte Teams ansprechende Leistungen. Zuletzt unterlag die MSG dem Tabellenzweiten TV Hersfeld knapp mit 35:37 (22:21).

3.Das Personal: Matthias Kienast und Christian Siebert, die zuletzt gegen Hersfeld fehlten, stehen MSG Coach Udo Horn wieder zur Verfügung. Fehlen wird allerdings Jan-Magnus Berninger. Der Abwehrspezialist fällt mit einer Schulterverletzung aus dem Spiel gegen die TSG Dittershausen lange aus und wird erst Ende Januar zurückerwartet. Nachwuchsspieler Tom Küllmer (Schambeinentzündung) muss passen. Die Melsunger haben keine Verletzenprobleme und können für die Begegnung aus den Vollen schöpfen.

4.Die Taktik: „Ihre große Stärke ist der Rückraum mit Kothe und Siebert als Schützen und Kienast im Aufbau,“ sagt MT-Coach Sviridenko und erklärt: „Wir bereiten für das Wochenende mehrere Abwehrvarianten vor und gucken dann im Spiel, was ihnen am wenigsten liegt.“ Für seinen Gegenüber Udo Horn sind die Melsunger der klare Favorit: „Wir sind etwas der kleine Bruder, und müssen es schaffen, sie zu ärgern.“ Für den MSG-Coach sind Max Pregler und Eugen Gisbrecht die Köpfe der Mannschaft, doch auch die anderen Spieler sieht er auf Top-Niveau. Etwa Kreisläufer Christopher Barth. „Wir müssen es schaffen, ihren Aufbau zu stören,“ sagt Horn.

5.Die Perspektive: Dadurch, dass es vier Absteiger gibt, ist die MSG Körle/Guxhagen trotz der guten Hinrunde noch lange nicht außer Gefahr. „Wir sammeln noch immer weiter jeden Punkt gegen den Abstieg. Die Liga ist noch immer ganz nah beieinander“, weiß Horn. Die MT hat das Ziel, ohne Niederlage in die Oberliga zurückzukehren. „Wir sind auf dem richtigen Weg, aber wir haben noch Schwächen,“ betont Sviridenko.

Von Moritz Minhöfer

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