36:33 – HSC trifft in dreifacher Unterzahl zur Entscheidung / Aber Hüsken geht

„Das war phänomenal“

René Hüsken

Landwehrhagen. Handball-Landesligist HSC Landwehrhagen kann doch noch gewinnen. Das 36:33 (17:14) gegen die MSG Hainzell/Großenlüder bedeutete den ersten Sieg seit Anfang Dezember und wahrte die Chancen auf den Klassenerhalt.

Gleichzeitig unterlag der direkte Konkurrent Ost-/Mosheim in Bad Hersfeld. Ein Wermutstropfen in all dem Jubel beim HSC war die Nachricht, dass Top-Torhüter René Hüsken im Sommer zum Absteiger HSG Fuldatal/Wolfsanger wechselt. Der 33-Jährige trug sechs Jahre lang das HSC-Trikot und spielt künftig wieder unter Landwehrhagens Ex-Trainer Hazim Prezic. Der gastiert mit der HSG am kommenden Samstag in Landwehrhagen.

Landwehrhagen und Hainzell lieferten sich eine Abwehrschlacht. Die konsequent durchgreifenden Unparteiischen sorgten nach 15 Minuten quasi für eine Platzbereinigung. Fünf HSC Spielern standen nur noch drei Gästespieler gegenüber. Diese Phase nutzten die Gastgeber. Marc Adam, Nils Brücker und Patrick Beinhauer trafen zum 10:7. Auch als das Gleichgewicht der Kräfte wieder hergestellt war, gelang es den Gästen bis zur Pause nicht, den Rückstand zu verkürzen. Konzentrierter starteten die Gäste in die zweite Halbzeit und holten durch Treffer von Jonas Zinn und Simon Münker Tor um Tor auf. Lukas Dimmerling brachte die MSG Hainzell/Großenlüder in Führung. Zur 50 Minute nahm erneut die Härte in der Abwehr der Hausherren zu. Jeder konnte sehen, dass sich der HSC mit allem was er hat, gegen den drohenden Abstieg stemmt. Allerdings standen nun auf Landwehrhäger Seite nur noch drei Spieler auf dem Feld. Bei einem Rückstand von 27:28 eigentlich das sichere Todesurteil für eine Mannschaft. Aber am Samstag war in Landwehrhagen Sensationelles zu beobachten: Vollkommen überrascht vom Willen und Kampfgeist des HSC verloren die Gäste den Faden. Zunehmend unterliefen der Mannschaft von Trainer Janos Zinn schwerwiegende Abwehrfehler. In dreifacher Unterzahl gelang dem HSC durch Fabian Hörder, Marc Adam und Nils Brücker mit drei Toren in Folge die Vorentscheidung (30:28).

„Wir haben heute Handball gespielt, und sind dem Klassenerhalt ein kleines bisschen näher gerückt. Was die Mannschaft in den letzten zehn Minuten im Unterzahlspiel geleistet hat, war einfach phänomenal“ sagte der glückliche HSC-Trainer Sven Hinz. HSC Landwehrhagen: Hüsken, Herzfeld – Adam 8/2, Feckler 6, Brücker 6, Hörder 5, Hinz 4, Beinhauer 3, Merwar 2, Heyne 1, Höpcke, Zimmermann, Maier. (zmf) Foto: nh

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.