In der Deckung schläfrige Rotenburger lassen Punkt beim Schlusslicht liegen

Im Angriff lief es gar nicht schlecht: Zum Beispiel bei Stefan Ebenhoch, der mit sechs Toren erfolgreichster Werfer seiner TG Rotenburg in Landewehrhagen war. Foto: Walger

Landwehrhagen. Die Landesliga-Handballer der TGR werden ihrer Favoritenrolle nicht gerecht und kommen beim HSC Landwehrhagen nicht über ein 33:33 (17:16) hinaus.

An Sonntagen spielt das Team des TGR-Trainerduos Robert Nolte/Uwe Mäusgeier ja ohnehin nie gerne. Dazu noch der schöne Sonnenschein und die ungewohnte Wärme - das waren offenbar nicht die besten Voraussetzungen für die Rotenburger Jungs. „Die haben wohl eher ans Kaffeetrinken oder Grillen gedacht“, sagte Uwe Mäusgeier.

Ihn hatte schon beim Warmmachen ein ungutes Gefühl beschlichen. Das sollte sich dann - jedenfalls für einen Mannschaftsteil - bestätigen.

„Wenn man auswärts 33 Tore wirft, ist das ja erst mal nicht schlecht“, meinte er. Damit könne man eigentlich ja gewinnen. Im Angriff wirkten die Gäste auch durchaus wach und inspiriert. Sie zeigten schöne Spielzüge und erzielten sehenswerte Treffer.

Doch in der Deckung lief es von der ersten Minute an nicht. „Wir waren viel zu weit weg von den Gegenspielern und haben sie spielen lassen. Da war einfach keine Aggressivität drin“, stellte Uwe Mäusgeier fest. Die Coches versuchten vergeblich, gegenzusteuern. „Wir haben alles durchprobiert, aber ohne Erfolg“, musste Mäusgeier einräumen.

In der Pause fasste die Mannschaft noch einmal gute Vorsätze in Sachen Defensivarbeit. Sie begann auch, diese umzusetzen. In der 42. Minute führte die TGR 24:21, drei Minuten später 26:23. Doch dann wurde das Fleisch wieder schwach. Der Tabellenletzte glich zum 26:26 aus und ließ sich nicht mehr abschütteln.

In der Schlussphase führte Landwehrhagen sogar mit 30:29 und 32:31, doch die Rotenburger wehrten immerhin die drohende Niederlage ab - bei ein enig gespenstisch anmutender Atmosphäre übrigens. Bei nur knapp 50 Zuschauern herrschte teilweise Totenstille in der Halle.

„Das Lauteste war manchmal das Klicken beim Auslösen des Fotoapparates“, berichtet Uwe Mäusgeier, „wenn du da was reingerufen hast, haben sich die Spieler fast erschrocken.“ So kam einfach keine Stimmung auf, die die Akteure auf beiden Seiten vielleicht aus ihrer Lethargie gerissen hätte.

TG Rotenburg: Schmidt, Schuster - Einhorn (6/4), Denk (2), Debus, T. Balic (2), Golkowswki (5), B. Balic (5), Gerlach (1), Ebenhoch (6), D. Holl (3), J.-O. Holl (2).

Von Thomas Walger

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