Handball-Landesliga: Erster Saisonsieg für TSG – 30:28 gegen Fuldatal/Wolfsanger

Dittershausen dreht Derby

Umkämpftes Duell: Dittershausens Tim Poppenhäger (Mitte) wird in dieser Situation von den Fuldatalern Paul Helbing (links) und Fynn Welch in die Mangel genommen. Foto: Fischer

Fuldabrück. Das Handball-Derby zwischen den Landesligisten TSG Dittershausen und HSG Fuldatal/Wolfsanger hielt, was sich die 150 Zuschauer in der Dörnhagener Sporthalle davon versprachen: sehenswerte Tore, spektakuläre Paraden, wechselnde Führungen, Tempo, Kampf und Emotionen. Die Gastgeber drehten die Partie nach der Pause, gewannen schließlich verdient 30:28 (15:19) und ließen sich von ihrem Anhang mit Ovationen für ihren ersten Saisonsieg feiern.

Bis zur 20. Minute war das Spiel ausgeglichen, dann gelang Fuldatals Rechtsaußen Philip Scholz mit einem Tempogegenstoß zum 11:9 die erste Zwei-Tore-Führung.

Kurz vor Ende der ersten Halbzeit nutzte die Mannschaft von Trainer Hazim Prezic eine Zeitstrafe gegen die Gastgeber, um sich mit vier Toren abzusetzen. „Da hatten wir ein bisschen Pech“, sagte Dittershausens Coach Artur Mikolajczyk, der in der Halbzeitansprache aber kaum Veränderung forderte.

TSG-Torwart Martin Herwig erwischte einen guten Tag und brachte die Gäste mit seinen starken Reaktionen förmlich zur Verzweiflung. Aufgrund der Manndeckung der beiden Schlüsselspieler der HSG, Louis Feckler und Fynn Welch, konnten die Gäste ohnehin nicht mehr dasselbe Spiel aufziehen wie in der ersten Halbzeit. Dittershausen drehte die Partie, kam nach 35 Minuten zum 19:19-Ausgleich und ging in der 41. Minute mit 22:21 in Führung.

„In dieser entscheidenden Phase haben wir alles verschossen, was man verschießen kann“, ärgerte sich Gäste-Trainer Prezic. „Wir hatten in diesem Spiel 40 Fehlwürfe – das war katastrophal. Dittershausen hat in der zweiten Hälfte Blut geleckt und unsere Moral gebrochen.“

Die Gastgeber spielten plötzlich befreit auf: Tim Poppenhäger verwandelte alle Siebenmeter, Moritz Gerlach warf neun Tore.

„Wir haben auf diesen ersten Erfolg hingearbeitet“, freute sich Mikolajczyk, dessen Taktik mit zwei Kreisläufern voll aufging. „Die Mannschaft brauchte Zeit, sich zu finden. Heute haben wir gezeigt, dass wir mit Leidenschaft und Spaß am Handball punkten können.“

Dittershausen: Herwig - Gerlach 9, Julian Braun 2, Stein 1, Timm Poppenhäger 7/4, Finn Poppenhäger, Matthias Reinbold 6, Berninger, Sonnenschein 1, Zimmermann 3, Lukas Reinbold 1, Griesel

Fuldatal/Wolfsanger: Hüsken, Krug (28.- 39.) - Feckler 10/3, Fynn Welch (3), Scholz 6, Barth, Gericke, Witzel 1, Rudolph 1, Heckmann 3, Helbing 3, Langmann, Fischer 1, Grebe

Rote Karte: Welch (59.)

Von Carina Wagener

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