Handball-Landesliga: Willensstarke TSG reißt sich rechtzeitig zusammen und triumphiert im Derby

Dittershausen schlägt auch SVH

Viel Kampf und Krampf: Spielerische Akzente setzten Dittershausens Jan Magnus Berninger (rechts) und Sascha Sellemann von der SVH ebenso wenig wie ihre Mannschaften. Foto: Fischer

DÖRNHAGEN. Die TSG Dittershausen hat das Derby der Handball-Landesliga gegen die SVH Kassel mit 24:21 (13:11) gewonnen und die Harleshäuser in der Tabelle mit vier Punkten Abstand distanziert.

„Man hat beiden Mannschaften angemerkt, dass sie vier Wochen Pause hatten. Das war ein Spiel der schwächeren Sorte“, meinte TSG-Trainer Hinnerk Hrdina. Die Frage, ob der Sieg verdient gewesen sei, ließ er lächelnd unbeantwortet. Dabei wurde schnell deutlich, wo der Unterschied zwischen den Teams liegt. Auf der einen Seite der bescheidene Aufsteiger, der zwar nicht die großen Techniker in seinen Reihen hat, aber eine willensstarke und kämpfende Mannschaft präsentiert und so fleißig Punkte sammelt. Auf der anderen Seite ein ambitioniertes Team mit einigen herausragenden Spielern, das aber im Niemandsland der Tabelle steht und entsprechend lustlos auftritt.

Nur selten blitzte die Klasse der Gäste auf, etwa, als sie den frühen 1:4-Rückstand (5.) in eine 8:7-Führung drehten (17.). In einem Spiel zweier schwacher Mannschaften zeigte Dittershausen mehr Willensstärke und führte folgerichtig zur Pause 13:11.

Die Anfangsphase der zweiten Halbzeit war ein Sinnbild der Partie. Neun Minuten lang war keine Mannschaft in der Lage, einen Treffer zu erzielen. Lasche Abschlüsse, Annahmefehler, Fehlpässe: Es war ein Spiel zum Wegschauen. Dann aber riss sich Dittershausen zusammen, kombinierte sehenswert und zog auf 21:16 davon (50.).

Bei der SVH verhinderte Torwart Martin Herwig mit 13 Paraden Schlimmeres. Nicolas Fischer zeigte sein Können mit schönen Toren, hatte aber Glück, dass er nach überhartem Einsteigen gegen Matthias Reinbold nicht mit Rot vom Feld musste. Am Ende brachte Dittershausen den Sieg sicher über die Zeit. Gäste-Trainer Andrej Doktorovych verweigerte jeden Kommentar zum Spiel. Zur Leistung seiner Mannschaft gab es aber auch nichts hinzuzufügen.

Dittershausen: Glöckner, Wasmann - Stein 3, Ja. Braun, Siebert 4, T. Poppenhäger 4/1, F. Poppenhäger, Heß, M. Reinbold 4, Berninger 2, L. Reinbold 5, Griesel 1, Brede 1, Ju. Braun

SVH: Herwig - Fischer 6, Räbiger 1, Sellemann 4, Röhrscheid, Cermák 4/2, Schlosser 1, Nordheim, Damm 1, Gribner 4, Görges, Guthardt, Konermann

Von Tobias Kisling

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