Ehemaliger Eitraer Matthias Kienast steht dicht vor dem Aufstieg

Ist zu neuen Ufern aufgebrochen: Matthias Kienast, hier noch im Trikot der HSG Eitra/Oberhaun. Farblich musste er sich nicht umstellen; auch der Dress der MT Melsungen ist rot. Allerdings verlor er eine Zahl, denn bei der MT II trägt er die Nummer sieben. Foto: Walger

Und plötzlich lockt die Oberliga: Von all jenen Handballern, die die HSG Eitra/Oberhaun nach deren Rückzug vor der Saison verließen, hat Matthias Kienast für die kommende Saison wohl die besten Perspektiven.

Mit der Reserve des Bundesligisten MT Melsungen steht er an der Tabellenspitze der Landesliga.  Die festigte die MT vor zwei Wochen mit dem überzeugenden Sieg gegen Hauptkonkurrent Korbach. Kienast gelang ein Treffer.

„Es ist ein ziemlicher Unterschied zu Eitra“, gibt der 30-Jährige zu, der vor der Saison nach Körle, also in die Nähe Melsungens, gezogen war. „Der Kader ist sehr ausgeglichen, das kannte ich in der Form in Eitra nicht.“ Bei den Hauneckern stand und fiel das Spiel mit dem Rückraum-Recken, der wegen seiner beruflichen Fortbildung bei der Kasseler Bereitschaftspolizei oft erst kurz vor Spielbeginn in der Halle eintraf und in der zweiten Saisonhälfte kaum mehr auflaufen konnte.

Mittlerweile ist die Fortbildung beendet, der Dienst planbarer. Und er birgt prägende Erfahrungen: So war Kienast mit seinen Kollegen jüngst bei den Blockupy-Protesten in Frankfurt im Einsatz. Mehrere Tage und Nächte dauerte dieser. Passiert sei niemandem aus seiner Einheit etwas, beruhigt er.

Auch handballerisch hat er sich eingefunden. Wiederum im Rückraum eingesetzt, kommt Matthias Kienast auf etwa 30 bis 40 Minuten Spielzeit pro Partie. „Damit bin ich zufrieden“, sagt er und verweist auf die größere Konkurrenz im Kader der Melsunger.

Ausgerechnet im Gastspiel der MT II beim TV Hersfeld kam er allerdings nicht zum Einsatz - „das hat mich natürlich gewurmt“, gibt er zu.

Seine sportliche Zukunft kann sich Kienast jedenfalls gut in der MT vorstellen. „In Kassel wollte ich nicht spielen“, begründet er seine Entscheidung. Jetzt laufen die Kaderplanungen für die kommende Saison an.

„Da werden wir dann sehen, ob das mit dem Mehraufwand im Training machbar ist“, sagt der 30-Jährige, der meint, sich handballerisch noch einmal weiterentwickelt zu haben. „Und die Lust auf die Oberliga“, sagt Matthias Kienast, „die ist auf alle Fälle da.“

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