Reha statt Tore für Handball-Ass Gribner

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Spieglein, Spieglein an der Wand: Handballer Maximilian Gribner nimmt Maß. 

In der Handball-Landesliga treffen VfB Viktoria Bettenhausen und die HSG Fuldatal/Wolfsanger aufeinander.

Er hatte einen nicht unwesentlichen Anteil am Aufstieg. Umso schmerzlicher ist es für Maximilian Gribner, dass er für Handball-Landesligist VfB Viktoria Bettenhausen in dieser Spielzeit nicht eine einzige Minute auf der Platte stand. Grund dafür ist ein Kreuzbandriss, den er sich in der Saisonvorbereitung zuzog. Wir haben mit ihm über seine derzeitige Situation und das anstehende Derby gegen die HSG Fuldatal/Wolfsanger gesprochen (Samstag, 18 Uhr, Olebachhalle).

Es sind vorwiegend hoffnungsvolle Worte, die Gribner in Zusammenhang mit seiner Leidenszeit findet. Es ist die Hoffnung auf eine baldige Rückkehr. Allerdings wird seine Mannschaft im Kampf um den Klassenerhalt auf ihn verzichten müssen. „Die Saison ist für mich abgehakt“, sagt der 26 Jahre alte Rückraumspieler. Reha und Physiotherapie statt Handball und Punkte sammeln. Eine nicht ganz einfache Situation für Gribner, der bereits Ende Oktober vergangenen Jahres am Knie operiert wurde. Seither arbeitet er an seinem Comeback. Und offensichtlich ist es ein langer und steiniger Weg zurück auf die Platte.

„Von einer Baustelle in die nächste“, stellt der Linkshänder fest, der vor seiner Knieverletzung bereits Probleme mit der Schulter hatte. Trotzdem hat er in dieser Zeit gelernt, mit den widrigen Umständen umzugehen. „Was bleibt mir übrig“, schmunzelt er. Gribner spricht von Wehmut, wenn die Mannschaftskollegen aufs Feld gehen und er selbst nur Zuschauer ist. Ob es Gedanken an ein Karriereende gab?

„Man kommt schon mal ins Grübeln“, so der gebürtige Hildesheimer, der sich jetzt allerdings keinen Druck machen und in Ruhe an seiner Rückkehr arbeiten will. Ob er in der Landes- oder Bezirksoberliga auflaufen wird, ist indes noch offen. Denn der VfB steckt neun Spieltage vor Saisonende mitten im Abstiegskampf. Einen Gribner hätte der VfB also im anstehenden Heimspiel gegen Fuldatal/Wolfsanger wirklich gut gebrauchen können. Es kommt nämlich niemand Geringeres als der Tabellenzweite in die Olebachhalle – und mit dem Fuldataler Trainer Hazim Prezic ein alter Bekannter von Gribner. Beide kennen sich aus ihrer Zeit bei der SVH.

„Hazim ist ein ambitionierter Trainer, der immer gut vorbereitet ist und in Fuldatal eine gute Mannschaft geformt hat“, sagt der knapp zwei Meter hohe Hüne, der seinen Ex-Trainer am Samstag mit Sicherheit gern selbst geärgert hätte. Diesen Part müssen nun seine Mitspieler übernehmen.

Noch steht Bettenhausen über dem Strich. Für den Zehntplatzierten, der allerdings nur einen Katzensprung von den Abstiegsrängen entfernt ist, zählt jeder Punkt. Aber auch die Fuldataler träumen still und heimlich vom Titel und sitzen Tabellenführer TSV Vellmar im Nacken. Spannende Voraussetzungen also vor dem ungleichen Derby, das sich Gribner zwangsläufig wieder von außen anschauen muss.

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