In Abwehr richtige Mittel finden

Gefahr droht der TG Rotenburg aus der Distanz

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Zu gerne würde er sich am Sonntag wieder feiern lassen: TGR-Torwart Drazen Cica (grünes Trikot) inmitten seiner Kollegen, nachdem er im Hinspiel gegen Körle/Guxhagen in letzter Sekunde den Sieg gerettet hatte. 

Rotenburg. Wenn die Landesliga-Handballer der TGR ihr Spiel bei der MSG Körle/Guxhagen gewinnen wollen, dann müssen sie in der Abwehr richtige Mittel gegen Kothe und Co. finden.

Nach dem spielfreien Karnevalswochenende geht die Punkterunde in der Handball-Landesliga der Männer weiter. Die TG Rotenburg tritt am Sonntag um 17 Uhr in der Kreissporthalle Guxhagen bei der MSG Körle/Guxhagen an.

„Wir fahren selbstbewusst dahin“, sagt TGR-Trainer Robert Nolte, der von einem „sehr guten Teamspirit“ spricht. Der 32:22-Heimsieg über den Eschweger TSV hat seinem Team weiteres Selbstvertrauen gegeben und Luft im Abstiegskampf verschafft. Vier Punkte liegen nun zwischen der TGR (14:16) und den Eschwegern (10:20), die derzeit den ersten von vier Abstiegsrängen belegen. Die MSG Körle/Guxhagen rangiert als Achter mit 13:17 Zählern unmittelbar hinter den Rotenburgern. Die könnten mit einem weiteren Sieg nicht nur ihr Punktekonto ausgleichen, sondern einen nächsten großen Schritt Richtung Klassenerhalt machen.

Rückstand wettgemacht

Aufsteiger Körle/Guxhagen wird aber wohl nur mit einer sehr guten Leistung zu bezwingen sein. Schon im Hinspiel in Rotenburg hat der Neuling heftigen Widerstand geleistet, in der 38. Minute noch mit 16:12 geführt und in der Schlusssekunde ein Remis vor Augen gehabt. Doch TGR-Schlussmann Drazen Cica verhinderte den Ausgleich, indem er den Siebenmeter von Niklas Griesel parierte.

Wer weiß, wie diese Partie ausgegangen wäre, wenn die MSG Körle/Guxhagen damals ihren Torjäger Jannis Kothe mitgebracht hätte, einen der besten Rückraumschützen der Liga. „Er ist ein hervorrragender Linkshänder, der in der nächsten Saison wohl zurück in die Oberliga geht“, sagt Robert Nolte.

Respekt hat er auch vor dem torgefährlichen und spielstarken Christian Siebert und dem erfahrenen Ex-Eitraer Matthias Kienast, der seine Nebenleute gut ins Szene zu setzen verstehe.

Robert Nolte hofft, dass seine Mannschaft - wie gegen Eschwege - zwei gute Halbzeiten zeigen wird. Denn bisweilen hat ihr in der laufenden Saison diese Konstanz über 60 Minuten oft gefehlt.

Wichtig wird sein, dass die TGR-Abwehr die wurfgewaltigen Distanzschützen des Gegners in den Griff bekommt, indem sie diese frühzeitig attackiert. „Wir fühlen uns in unserer 6:0-Deckung zwar sehr wohl“, sagt Robert Nolte, sucht aber noch einen Dreh, wie man den MSG-Angreifern am besten den Zahn ziehen kann.

Überzeugung gefragt

Was den eigenen Angriff angeht, fordert er: „Wir müssen auf die Nahtstellen dieser massiven Abwehr gehen - dazu brauchen wir aber viel Überzeugung.“ Fraglich ist, ob die erkrankten Jonas Troch und Stefan Ebenhoch rechtzeitig wieder gesund werden, um in Guxhagen mitmischen zu können.

Von Thomas Walger

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