Zwehren/Kassel unterliegt Melsungen II 25:38 – Rittmeier und Käse scheiden aus

Und wieder zwei Verletzte

Allein: Zwehrens Christian Hartung muss sich der Melsunger Übermacht mit Petr Hruby (hinten links), Merlin Kothe (18), Jannis Kothe (39) und Mario Schanze (rechts) erwehren. Foto: Malmus

Kassel. Es war ein Bild von hoher Symbolkraft: Fast 45 Minuten lang beobachteten Jonathan Rittmeier und Jannik Käse das Geschehen Rücken an Rücken auf der Mannschaftsbank sitzend – der eine hatte das linke Bein hochgelegt, der andere das rechte. Früh mussten sie im Heimspiel der Handball-Landesliga gegen die MT Melsungen II mit lädiertem Sprunggelenk passen und konnten ihre Teamkameraden der ohnehin vom Verletzungspech verfolgten HSG Zwehren/Kassel nicht mehr unterstützen. Dass es gegen die spielfreudige junge Mannschaft der Melsunger eine 25:38 (17:20)-Niederlage setzte, geriet angesichts der neuerlichen Verletzungen fast zur Nebensache.

Einzig die Tatsache, dass die Zwehrener nun bis zum 24. Januar regenerieren können, diente Trainer Harald Meißner als Trost. „Ich bin frustriert und konsterniert. Womit haben wir das verdient?“, beklagte er die Misere. Zwei A-Jugendliche und ein Spieler aus der Zweiten standen im Verlegenheitsaufgebot, und was dieses leistete, war aller Ehren wert. „Die Jungs haben sich nie aufgegeben und mit Leidenschaft gekämpft“, lobte Meißner.

Dennoch standen sie den Melsungern, wann immer diese ernst machten, ohnmächtig gegenüber. Ebenso wie die nicht eingespielte Abwehrreihe waren auch beide Torhüter meist überfordert. Und als die HSG in der zweiten Hälfte knapp 15 Minuten lang ohne Torerfolg blieb, zogen die Gäste locker davon. Sie konnten es sich angesichts ihrer gut besetzten Bank sogar leisten, den früh kurz genommenen Mario Schanze meist auf der Bank zu lassen.

Trotz der brenzligen Lage – nach fünf Niederlagen in Folge liegen die Zwehrener nur um einen Punkt vor den Abstiegsrängen – und der andauernden Pechsträhne geben sich die Spieler kämpferisch. „Wir sind alle heiß und überhaupt nicht entmutigt und versuchen immer, das Beste rauszuholen. Auch wenn es natürlich mehr Spaß macht, wenn man im Mittelfeld oder höher steht“, beteuert Kapitän Valentin Röhrscheid.

Zwehren/Kassel: Wasmann (1.-19., ab 46.), Diederich (19.-46.) - Rittmeier 1, Mügge 1, Griesel 8, Röhrscheid 3/2, Hartung 7/1, Thier 1, Käse, Stingel, Brückner 2, Kapischke 2

Von Wolfgang Bauscher

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