Handball-Landesliga: 40:27 (16:16)-Heimsieg

Die große Show der TVH-Angreifer

Bad Hersfeld. So eindeutig hatte das wohl niemand erwartet. Im Osthessenderby der Handball-Landesliga der Männer kanzelte der TV Hersfeld den Hünfelder SV mit 40:27 (16:16) ab und rückte auf Platz zwei vor. Erster ist und bleibt der TSV Vellmar, der in die Oberliga zurückkehrt.

„Die waren ganz einfach platt“, brachte Hünfelds Trainer Dominik Jäger die klare Niederlage auf den Punkt. Seine ersatzgeschwächte Mannschaft hatte dem TVH in der zweiten Hälfte nichts mehr entgegenzusetzen.

„Mit nur einem etatmäßigen Rückraumschützen auf der Halbposition kannst du so ein Spiel nicht gewinnen, zumal Kai Hüter natürlich wieder einmal schwer zu überwinden war“, analysierte Jäger. TVH-Coach Dragos Negovan lobte das Auftreten seines Teams. Besonders die Anfangsviertelstunde hatte ihm gefallen. In dieser hatten sich die Hersfelder bereits auf 11:4 abgesetzt.

Festgerannt

Die Gäste rannten sich ein ums andere Mal an der stabilen 6:0-Abwehr der Hausherren fest oder scheiterte an Kai Hüter. Bis zur 16. Minute - dann verletzte sich der TVH-Keeper am Knie und musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Durch die Spielunterbrechung sowie eine Abwehrumstellung des HSV - Kircher deckte jetzt offensiv gegen Kemmerzell - gab es einen Bruch im TVH-Spiel.

Die Angriffsmaschinerie, die bis dahin reibungslos funktioniert hatte, kam ins Stottern. Gästetorwart Christian Krätzig steigerte sich zudem in einen wahren Rausch. Die Hünfelder, angetrieben vom treffsicheren Lukas Rehberg, holten Tor um Tor auf und gingen mit einem 16:16 in die Pause.

Der zweite Durchgang geriet dann aber zur großen Show der TVH-Angreifer. Lars Matthiessen ragte dabei noch heraus. Er zauberte mit Andy Krause tolle Anspiele aufs Parkett.

Köpke artistisch

Spektakulär auch die teils artistisch erzielten Treffer von Peter Köpke sowie das beherzte Auftreten von Youngster Niklas Hampe. Im TVH-Tor wartete Stefan Fohr im Tor mit einigen Glanzparaden auf.

Überhaupt gab es keinen Schwachpunkt im TVH-Team. Und je mehr bei den Gästen Kraft und Konzentration schwanden, desto überlegener gestaltete der Gastgeber das Geschehen.

TV Hersfeld: Hüter, Kretz (13. - 28. Min.), Fohr (ab 50.) - Köpke (6), Kemmerzell (8/1), Kromm (2/1), Förtsch (2), Koch (2), Hampe (3), Wiegel (1), Matthiesen (9), Andreas Krause (5), Kehl (2)

Zuschauer: 250

Von Hans Hantke

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