Interview mit Rechtsaußen Igor Schuldes über den ersten Saisonsieg der SVH und die weiteren Ziele

„Haben immer daran geglaubt“

Fokussiert: Harleshausens Rechtsaußen Igor Schuldes verlor trotz der Niederlagenserie nie den Glauben an den ersten Sieg. Archivfoto: Fischer

Kassel. 301 Tage sind eine ziemlich lange Zeit. Genau dieser Zeitraum lag zwischen dem ersten Oberliga-Sieg der SVH in dieser Saison und dem letzten Erfolg im Vorjahr Anfang Mai. Bei beiden Erfolgen mit dabei war Igor Schuldes. Der 22-Jährige ist eines der Harleshäuser Eigengewächse im Team.

Herr Schuldes, können Sie sich noch an den letzten Sieg der SVH erinnern?

Igor Schuldes: Das war noch in der Landesliga am letzten Spieltag gegen Melsungen. Eine Woche zuvor hatten wir den Aufstieg in die Oberliga perfekt gemacht. Das war jetzt schon eine ganz schön lange Zeit dazwischen.

Gegen Holzheim gelang am Samstag der erste Erfolg im 17. Spiel. Wie wichtig war das für die Mannschaft?

Schuldes: Das war wie ein schwerer Stein, der einem vom Herzen fällt. Endlich einmal war wieder das Lächeln in den Gesichtern der Spieler und nicht nur traurige Mienen. Die Last war mittlerweile riesengroß, aber wir haben nie den Glauben an uns verloren.

Mit Max Görges, Christian Damm und Niklas Plümacher fehlten sogar drei Spieler. War das auch ein Sieg des Willens?

Schuldes: Definitiv. Wir wollten endlich unseren ersten Sieg. Wir waren so häufig nah dran, da war das nur noch eine Frage der Zeit.

Schon gegen Kahl/Kleinost-heim fehlte der SVH wenig zum Sieg. Ist man endlich angekommen in der Oberliga?

Schuldes. Das ist schwer zu sagen. Angekommen waren wir eigentlich schon immer, aber es waren auch immer diese verflixten zehn Minuten, in denen wir von der Rolle waren und den Sieg aus der Hand gegeben haben. Diesen Zeitraum haben wir zuletzt minimiert. Gegen Kleinostheim waren es noch sieben Minuten, gegen Holzheim drei. Hätten wir immer so gespielt wie am Wochenende, hätten wir schon vorher unseren ersten Sieg gefeiert.

Neun Spieltage vor dem Ende hat die SVH durch den Punktabzug wegen fehlender Schiedsrichter neun Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz. Was ist denn noch möglich?

Schuldes: Wichtig ist es, dass wir die Mannschaft für die nächsten Jahre aufbauen und auch denen Spielpraxis geben, die zuletzt wenig gespielt haben. Der Klassenerhalt ist sicherlich utopisch, aber es hat auch schon andere Wunder im Sport gegeben. Aber Ziel ist es für uns zunächst, nicht als Letzter abzusteigen und dafür werden wir auch alles geben. Wir werden jetzt sicherlich nicht Ramba-Zamba spielen, sondern versuchen, uns für die nächste Saison einzuspielen.

Stimmt es eigentlich, dass SVH-Trainer Iljo Duketis den Sieg im Mannschaftsbus vorhergesagt hat?

Schuldes: Ja, er hat von vorne herein gesagt, dass wir das Spiel gewinnen. Das hat aber auch damit zu tun, dass wir endlich im Spiel das umsetzen, was wir unter der Woche trainiert haben.

Von Max Seidenfaden

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