Handball-Landesliga: Hofgeismar muss sich gegen Vellmar geschlagen geben

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Gesprächsstoff: SHG-Trainer Stefan Böttcher bei einer verbalen Auseinandersetzung mit Schiri Markus Kreil

Hofgeismar. Fast drei Viertel der Spielzeit lieferte der Handball-Landesligist SHG Hofgeismar/Grebenstein dem Topfavoriten TSV Vellmar einen großen Kampf, ehe er sich am Ende mit 28:33 (18:15) geschlagen geben musste.

Wie war das Spiel in Hofgeismar?

Spannend – und lange Zeit offen. Gegen den Spitzenreiter spielten die Gastgeber vor allem in der ersten Halbzeit groß auf, während die Gäste ihren Gegner wohl unterschätzt hatten. Durch einen Siebenmeter von Jonas Kramski und ein Tor vom Kreis von Jan Erik Kleinschmidt ging die SHG gleich mit 2:0 in Führung. Es lief sogar noch besser, denn die Gastgeber zogen gar auf 6:2 davon. Aus einer starken Abwehr heraus mit einem gut aufgelegten Daniel Brand im Tor spielte sich die SHG vorne ihre Chancen heraus, die sie jedoch nicht alle gegen den oberligaerfahrenen TSV-Torhüter Christian Gumula verwerten konnten.

Wann kam der Favorit ins Spiel?

Da mussten die Zuschauer über 20 Minuten warten. Erst in der 24. Minute gingen sie durch einen Wurf von Benjamin Gunkel mit 14:13 in Führung. Die SHG drehte danach aber auf und ging nach den Treffern von Christopher Gerhold, Kramski per Siebenmeter und Kleinschmidt zur Pause mit 18:15 in Führung. Erst nach der Pause setzte sich die individuelle Klasse der Gäste mit ihren Rückraumassen Gunkel und Fabian Struif sowie dem wieselflinken Linksaußen Lance-Phil Stummbaum durch.

Wie lange blieb es spannend?

Bis zur 44. Minute. Da stand es 22:24 gegen die SHG. Dann zog der Favorit sogar auf 28:23 davon, ehe die SHG noch einmal, bis auf 26:29 verkürzte. Mehr war aber nicht mehr drin.

Was sagte der Trainer der SHG zum Spiel?

Stefan Böttcher zollte seinen Spielern ein dickes Lob. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft. Dass wir gegen diese Topmannschaft so gut mithalten konnten war nicht unbedingt zu erwarten.“

Gab es auch einen  Aufreger?

Aber klar. In der 50. Minute. Ein Foul an Jan Kurban wurde nicht geahndet und im Gegenzug nach einem Stürmerfoul von Struif Kleinschmidt sah er eine Zeitstrafe . Da hatte Böttcher an der Seitenlinie einen Disput mit Vellmars Stummbaum und mit den Schiedsrichtern.

Wie war die Atmosphäre in der Halle?

Die war richtig stimmungsvoll wie lange nicht mehr. Der Aufstieg der Frauen, den die Männer vor dem Spiel mit einem Banner gewürdigt hatten, schien zu beflügeln.

SHG: Brand (1.-56.,19 Paraden), Erdmann (56.-60. 3/1) – F. Fehling (1), Kleinschmidt (5), Adam (2), Lindemann (2), Helling (n.e.), Kramski (4/3), B. Fehling (2), Schröer (6), Schilke, Gerhold (2), Kurban (4).

Vellmar: Gumula – A. Körber, Stummbaum (11/4), Muth (1), Kreß (1), Kiebach (1), Steiner (2), Richter, Struif (6), Gunkel (5), Petrovszky (3), Winterhoff, D. Körber (3).

Zuschauer: 270.

Schiedsrichter: Janzon/Kreile (Dittershausen).

Spielverlauf: 2:0 (3.), 6:2 (10.), 13:9 (19.), 13:14 (24.), 15:15 (27.), 19:15 (31.), 19:21 (37.), 21:22 (41.), 22:24 (44.), 22:26 (45.), 23:28 (47.), 26:29 (54.), 26:33 (58.), 28:33 (60.).

Von Michael Wepler

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